ZUG: Umstrittene Buslinie 7 wird verlängert

Der Regierungsrat des Kantons Zug und die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) haben eine Verlängerung der Linie 7 (Cham-Steinhausen-Zug), sowie eine neue Linie 16 ab Sennweid bis nach Zug Dammstrasse beschlossen.

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Das sind die künftigen Linienführungen der ZVB-Linien 6, 7 und 16. (Bild: PD)

Das sind die künftigen Linienführungen der ZVB-Linien 6, 7 und 16. (Bild: PD)

Per Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2014 wird die Buslinie 7 neu von Cham herkommend ab Haltestelle Aabachstrasse über Landis&Gyr-Metalli-Bundesplatz-Postplatz bis nach Steinhof und wieder zurück nach Aabachstrasse-Cham/Bahnhof geführt. Die Verdichtungskurse der heutigen Linie 6 werden zur neuen Linie 16, welche an der Haltestelle Dammstrasse statt Postplatz endet und nur zu Hauptverkehrszeiten von Montag bis Freitag verkehrt. Die Linie 6 schliesslich verkehrt wie bis anhin alle 15 Minuten bis Theater Casino und gewährleistet die direkte Verbindung zwischen Steinhausen und Zuger Stadtzentrum.

Zug und Steinhausen gegen diese Lösung

Diese Anpassung des Liniennetzes durch den Regierungsrat erfolgt nach Rücksprache mit der Stadt Zug und den Gemeinden Cham und Steinhausen, wobei die Stadt Zug und die Gemeinde Steinhausen sich gegen die vorgeschlagene Lösung geäussert hatten. Der Regierungsrat hat sich nach einer Abwägung aller Argumente im Gesamtinteresse für eine Anpassung entschieden.

Seit dem ausserordentlichen Fahrplanwechsel im Juni 2014 verbindet die Buslinie 7 den Bahnhof Cham mit Zug, die immer weniger frequentierte Linie 4 wurde aufgehoben. Diese Neuerung stösst seit der Einführung vielfach auf Kritik, vornehmlich darum, weil die Linie 7 bereits an der Dammstrasse endet und den Raum Bundesplatz-Postplatz nicht mehr direkt erschliesst.

Zusammen mit der Zugerland Verkehrsbetriebe AG (ZVB) hat das Amt für öffentlichen Verkehr (AöV) nach Lösungen einer direkten Anbindung Chams an den Raum Postplatz gesucht. Wichtig waren dabei sowohl betriebswirtschaftliche Kriterien als auch die Berücksichtigung der Kundenanliegen. Weiter sollten keine zusätzlichen Fahrten durch das Stadtzentrum generiert werden, was einem Anliegen der Stadt Zug gleichkam. Der erarbeitete Vorschlag wurde dem Regierungsrat im September unterbreitet und von diesem befürwortet.

pd/zim