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ZUG: Ungewisse Zukunft nach zerstörerischem Brand

In der Nacht vom Montag auf den Dienstag hat in der Schochenmühle ein Holzhaus aus dem 18. Jahrhundert gebrannt. Was mit dem Haus passiert, das im Inventar der schützenswerten Denkmäler eingetragen ist, soll sich bald ergeben.
Charly Keiser
Das Holzhaus in der Schochenmühle ist vom Brand in arge Mitleidenschaft gezogen worden. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 6. März 2018))

Das Holzhaus in der Schochenmühle ist vom Brand in arge Mitleidenschaft gezogen worden. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 6. März 2018))

Kurz nach 22.15 Uhr ging am Montagabend bei der Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei die Meldung ein, dass ein Gebäude in der Schochenmühle brenne. Als die Freiwillige Feuerwehr Zug (FFZ) kurz darauf eintraf, stand das Holzhaus im Vollbrand, wie FFZ-Vize-Kommandant Markus Müller erklärt. «Ob das Haus einen Totalschaden erlitten hat, kann ich nicht sagen. Aber das Haus ist sehr stark beschädigt», ergänzt er.

Die FFZ sei mit 55 Leuten angerückt und habe bis rund 4.30 Uhr gelöscht und Brandnester bekämpft, erzählt Müller. Ab dann sei eine Brandwache in Betrieb genommen worden. Das Löschwasser stammte ab den Hydranten an der nahen Strasse und dank dem, dass das Haus frei stehend sei, habe die FFZ den Brand gut und schnell bekämpfen können. «Besonders erfreulich und ein grosser Vorteil für uns war, dass das Haus unbewohnt war», betont Müller.

Eintrag im Inventar der Denkmäler

Das vermutlich 1799 erbaute ehemalige Bauernhaus an der Schochenmühlestrasse 2 ist im Inventar der schützenswerten Denkmäler eingetragen. Dies zusammen mit dem Waschhaus, mit dem es ein «schützenswertes Ensemble bildet», wie der Würdigung der Zuger Denkmalpflege auf Zugmap zu entnehmen ist.

«Wir werden mit der Eigentümerin Kontakt aufnehmen und einen Augenschein vereinbaren», erklärt Stefan Hochuli, Leiter des Amts für Denkmalpflege und Archäologie. «Sollte das Haus einen Totalschaden erlitten haben, ist wohl ein Verbleib im Inventar nicht mehr gerechtfertigt. Aber Genaueres lässt sich natürlich erst nach dem Augenschein sagen.»

Sanierungsbedürftig und unbewohnt

Eigentümerin des Hauses und der Parzelle ist die Stadt Zug (siehe Box). Das Haus war seit langem unbewohnt und baufällig, sagt Dieter Müller, Leiter Kommunikation der Stadt Zug.

Noch im Herbst 2015 suchte die Stadt einen Käufer für das Haus – und hatte auch zahlreiche Interessenten, die das sanierungsbedürftige Haus im Baurecht für 60 Jahre und unter Auflagen kaufen wollten. So wäre der Käufer unter anderem verpflichtet gewesen, das Haus innerhalb von 18 Monaten zu sanieren.

Der Grund für den Verkaufsstopp liegt beim Richtplan. Weil nämlich die Verlängerung der General-Guisan-Strasse noch immer im Plan festgesetzt ist, könnte das Haus an der Schochenmühlestrasse 2 dereinst einer Strasse im Weg stehen. Entgegen dem Antrag des Regierungsrats strich nämlich der Kantonsrat Mitte 2015 die Verlängerung der General-Guisan-Strasse und den Halbanschluss Steinhausen nicht aus dem kantonalen Richtplan. Die Kommission für Raumplanung und Umwelt stellte damals den Antrag, dass der Kanton in einer «verkehrlichen Gesamtstudie» bis 2018 aufzeigen soll, wie sich der Autobahn-Halbanschluss mit einer Verbindung nach Baar oder Zug auf die Verkehrs- und Siedlungsstruktur in den Verdichtungsgebieten von Zug, Baar, Steinhausen und Cham auswirkt. Der Regierungsrat schloss sich diesem Antrag an und der Kantonsrat entschied sich mit 48 zu 15 Stimmen ebenfalls für dieses Vorgehen.

Die diesbezüglichen Abklärungen stünden kurz vor dem Abschluss, sagt Baudirektor Urs Hürlimann und präzisiert: «Noch in diesem Jahr wird die Regierung dem Kantonsrat entsprechend Bericht erstatten und allenfalls Richtplananpassungen beantragen.»

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

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