Zug United: Aller guten Dinge sind drei

Wie in den beiden Vorjahren trifft Zug United im Playoff-Viertelfinal auf Köniz. Los geht es bereits am Freitagabend.

Peter Rohner
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Zugs Emil Julkunen (am Ball) und seine Teamkollegen wollen in den Playoffs überzeugen.

Zugs Emil Julkunen (am Ball) und seine Teamkollegen wollen in den Playoffs überzeugen.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 12. Januar 2020)

Was für den Cupfinal galt, als Zug United auch den dritten Vergleich in dieser Saison mit Alligator Malans 6:5 nach Verlängerung für sich entschied, soll nicht für die Playoff-Viertelfinalserie gegen Köniz gelten – zumindest aus Sicht der Zentralschweizer. Die Berner steigen als Favoriten und mit gehörig Selbstvertrauen in dieses dritte Playoffduell der beiden Teams innert drei Jahren.

17 Mal spielten Zug und Köniz seit dem Wiederaufstieg der United gegeneinander – lediglich zweimal gewann Zug. Je ein Spiel vermochte der frischgebackene Cupsieger in den vergangenen Jahren im Playoff zu gewinnen und verlor die Serien entsprechend 1:4. Meistens setzte es Niederlagen ab, teilweise gar empfindliche. Es ist also wenig verwunderlich, entschied sich das drittklassierte Köniz bei der Wahl des Playoffgegners für Zug und gegen den HC Rychenberg, obwohl die Zürcher in der Qualifikation zehn Punkte weniger holten als die Zuger. Die erste Partie findet am Freitagabend in der Weissensteinhalle in Bern statt (Spielbeginn um 19.30 Uhr), die zweite am Sonntag in der neuen Kantihalle in Zug (ab 17 Uhr).

In beiden Mannschaften sind alle Spieler fit

Die Zuger wollen ihren Steigerungslauf jedoch fortsetzen und die neuen Qualitäten gegen einen Titelfavoriten zeigen. Dass dies über eine Serie wie in den Playoffs schwieriger ist als in einem Ein-Spiel-Wettbewerb wie dem Schweizer Cup, wissen sie. Der Cupsieg dürfte ihnen gleichwohl zusätzliches Selbstvertrauen gegeben haben. Personell kann der Trainer Nicklas Hedstal aus dem Vollen schöpfen – dies gilt indes auch für die Berner. Der Schweizer Topskorer Manuel Maurer hat seine langwierige Oberschenkelverletzung auskuriert und verleiht der Könizer Offensive mehr Stärke.

Die letzte Begegnung der beiden Teams liegt noch nicht weit zurück – es war die drittletzte der Qualifikation. Das Spiel fand ebenfalls an einem Freitagabend in der Sporthalle Weissenstein statt, mit den gleichen Schiedsrichtern notabene, die auch den Playoffauftakt leiten werden. Wohl hielten die Zuger das Spiel resultatmässig bis ins letzte Drittel offen, was aber auch auf die ungenügende Chancenauswertung der Gastgeber zurückzuführen war. Am Ende gewann Köniz mit 6:2 und sicherte sich dank diesem Erfolg just jene Ausgangslage, die es dem Schweizer Meister von 2018 erlaubte, Zug als Gegner im Playoff zu wählen.

Drago Petrovic bleibt in Zug

Vor dem Playoff-Start gegen die klar favorisierten Wizards Bern Burgdorf kann das NLA-Frauenteam von Zug United mit guten Neuigkeiten aufwarten: Drago Petrovic wird auch in der kommenden Saison der Trainer sein, teilt der Verein mit. «Das junge Team macht mir viel Freude, leider sind wir noch nicht so weit gekommen wie ich es in meiner Saisonplanung vorbereitet hatte. Ich hoffe, meine frühe Entscheidung ein weiteres Jahr zu bleiben, ist ein klares Signal an mein Team. Nun gilt es die jungen Talente sowie die erfahrenen Führungsspielerinnen ebenfalls für die nächste Saison zu binden», wird er auf der Vereinswebsite zitiert. Sein Wunsch geht in Erfüllung: Mit Captain Ramona Bichsel hat eine Teamstütze für eine weitere Saison zugesagt. Darüber hinaus werden die Torhüterin Micheline Müller sowie Stefanie Burkhardt, Romana Gemperle und Sabrina Bösch weiter für Blau-Weiss spielen. Die erste Viertelfinalpartie gegen die Wizards findet morgen in Burgdorf statt (15.00, Neue Schützenmatt), bevor die Zugerinnen am Sonntag zu Hause spielen werden (14.00, neue Kantihalle)