Die Zuger Unihockeyaner sind in der Runde der letzten vier Teams

Dank eines 8:6-Siegs gegen das NLB-Spitzenteam Basel Regio ist Zug United im Cup weiter. Auch in der NLA glückt ein Erfolg.

Peter Rohner
Merken
Drucken
Teilen
Die Zuger freuen sich über einen von acht Treffern gegen Basel. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 17. November 2019)

Die Zuger freuen sich über einen von acht Treffern gegen Basel. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 17. November 2019)

Zu Spielmitte rieben sich wohl viele Zuschauer in der Sporthalle in Zug die Augen. Der unterklassige Gast aus Basel führte gegen den NLA-Vertreter dank schnörkellosem und gradlinigem Spiel und grossem Einsatz nicht unverdient mit 4:2. Dazu schickten die Schiedsrichter Alexander Larsson, den Schützen der Zuger Tore zum 1:0 und 2:0, auf die Strafbank.

Die Zentralschweizer killten das Powerplay der Basler, bei denen Patrick Mendelin immer wieder bewies, weshalb der Schweizer Nationaltrainer David Jansson weiter auf den NLB-Spieler setzt. Nur wenig später bediente der erneut gut aufgelegte Adrian Furger, der schon Larssons erste Tore vorbereitet hatte, Yannick Rubi im Slot, der in die hohe Torecke zum 3:4 traf. Und das Duo Furger – Larsson hatte noch zwei weitere erfolggekrönte Auftritte in Mitteldrittel; die Zuger hatten die Partie wieder auf ihre Seite gezogen.

Adrian Furger skort und skort und skort

Nach dem zweiten Seitenwechsel hatte das Heimteam das Geschehen wieder vermehrt im Griff, doch die Basler blieben mit ihren Vorstössen stets gefährlich. Auf diese Weise hatten sie die Zuger vor allem im Mitteldrittel bereits mehrfach erfolgreich düpiert. Dank Emil Julkunen und Severin Nigg betrug die Differenz knapp sechs Minuten vor Schluss drei Treffer – 7:4. Und als die Basler dank einer herrlichen Kombination durch Patrick Krähenbühl verkürzten, hatte Furger, der nun in den letzten drei Partien 17 Punkte verbuchte, die Antwort nur 49 Sekunden später. Es war die Vorentscheidung.

Während die Zuger den erstmaligen Einzug in den Cup-Halbfinal feierten, stand den Baslern die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Sie waren nahe an der Überraschung. Und die Gäste hatten mit Keeper Tim Kramer einen überragenden Rückhalt, der sich zudem auf das Gestänge verlassen konnte: Nicht weniger als sechs Mal trafen die Zentralschweizer nur die Torumrandung. Auch auf der anderen Seite zeigte Petter Nilsson wichtige Paraden und half das Gestänge zumindest zweimal als Verbündeter. Die Auslosung der Cup-Halbfinals findet heute statt. Die möglichen Gegner sind der amtierende Titelhalter Langnau sowie Rychenberg Winterthur und Alligator Malans, das überraschend auswärts bei Wiler-Ersigen gewann.

Es wurde nochmals spannend

Tags zuvor hatten die Zuger dank dem 12:7-Sieg beim UHC Thun den Platz im Mittelfeld der Tabelle konsolidiert. Das Resultat war am Ende aber deutlicher, als es das Spiel gegen die aufsässigen Berner Oberländer gewesen war. Die Zuger legten einen Blitzstart aufs Thuner Parkett: Zweimal Yannick Rubi sowie Carl Kostov-Bredberg und Adrian Furger brachten die Gäste in Thun bis zur 12. Minute 4:0 in Führung. Die Trainercrew der Berner Oberländer zog die Notbremse in Form eines Time-outs. Der Weckruf zeigte die gewünschte Wirkung. Die Thuner kamen auf 2:4 heran. Im zweiten Drittel bauten die Zuger ihren Vorsprung bis auf fünf Tore aus (8:3) aus. Es schien eine klare Sache zu werden – doch in der 57. Minute hiess es nur noch 8:7. Alex Larsson brachte die Gäste mit seinem Tor zum 9:7 aber endgültig auf die Siegerstrasse. Am Ende hiess es gar 12:7.

Details zu den Partien gibt es hier.