Zug United feiert ein Schützenfest

Die Unihockeyaner unterlagen ihrem Konkurrenten Köniz klar – sie konnten sich aber gegen Thun revanchieren.

Peter Rohner
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Und immer wieder grüsst das Murmeltier. Während in Pennsylvania der Murmeltiertag am 2. Februar begangen wird, erlebte Zug United seinen Murmeltiertag mit Köniz am 7. Februar. Beim Meisterschaftsspiel in den Weissensteinhallen waren die Berner einmal mehr stärker und die Zuger leisteten sich zu viele Fehler. Zwar kämpften sie sich nach einem 0:2-Rückstand im ersten Drittel bis zur zweiten Pause nochmals zurück und glichen die Partie durch Emil Julkunen und Yannick Rubi resultatmässig aus.

Im letzten Drittel rächten sich die Fehler im Spielaufbau. Der Schwede Andreas Nordh verwertete den eigenen Abpraller zum 3:2 und Tobias Saner doppelte kurz darauf nach einer unübersichtlichen Situation in der Spielfeldmitte mit einem schönen Schuss in die weite Ecke nach. Und als Silvan Bolliger, einer der Hauptdarsteller in der Köniz-Zug-Version des Murmeltiertags, knapp sechs Minuten vor Schluss auf 5:2 erhöhte, sahen die Zuger definitiv ihren Schatten und mussten dem Konkurrenten im Kampf um Platz 3 die drei Zähler überlassen.

«Köniz spielte smarter als wir», befand Zugs Topskorer Emil Julkunen und präzisierte: «Wir spielten den Ball zu oft in jene Zonen, in die Köniz uns lenken wollte, und wir verloren dann den Ball an der Bande.» Das mache es gegen ein Team wie Köniz, das sehr stark im Konterspiel sei, sehr schwierig. Die Niederlage bedeutet gleichsam, dass die Zuger nur theoretische Chancen auf das Heimrecht in den Playoffs haben wird, weil am Wochenende sowohl Köniz und Malans ihre beiden Partien gewannen und vor der letzten Runde drei Punkte mehr als Zug United sowie das klar bessere Torverhältnis haben.

Den Thunern fehlte die Kraft

Am Sonntag wankte Zug kurz im ersten Drittel. Die Thuner korrigierten das 0:1 nach nur 37 Sekunden aus ihrer Sicht mit einem Doppelschlag des Tschechen Jakub Mendrek zur 2:1-Führung. Das Heimteam liess sich nicht beirren. Nur 66 Sekunden nach Thuns Führung glich Adrian Furger für die Zentralschweizer aus und nur weitere 108 Sekunden später führten sie dank Andreas Dahlqvist und Marco Laely 4:2 – beide Male hatte Daniel die perfekte Vorlage geliefert. Auch im Mitteldrittel hielt die Spannung nach Mendreks drittem Treffer zum 3:5 nicht lange. Exakt eine Minute später stellte Severin Nigg den alten Abstand wieder her. Und spätestens nach Marco Laelys Shorthander in der 36. Minute herrschte vor einer bescheidenen Kulisse kaum noch Zweifel über den Ausgang der Partie – einzig die Höhe des Siegs war noch offen.

Die Thuner bemühten sich wohl, sich gegen die Kanterniederlage aufzulehnen. Allein, es fehlte die Kraft – und Topskorer David Simek, der mit der tschechischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation einen Kreuzbandriss erlitt und mehrere Monate ausfallen wird. «Sie hatten am Vorabend einen intensiven Match, während wir schon am Freitag gespielt hatten. Dieser zusätzliche Ruhetag war für uns sicher ein Vorteil», erklärte Captain Tim Mock. «Mit zunehmender Fortdauer der Partie wurde es einfacher, in der Offensive zu Chancen zu kommen.» Alexander Larsson, Andreas Dahlqvist mit seinem dritten persönlichen Treffer, Emil Julkunen, Noel Knüsel und Carl Kostov-Bredberg trafen noch im Schlussabschnitt zum letztlich klaren Verdikt von 13:4.

Floorball Köniz – Zug United 6:2 (2:1, 0:1, 4:0)Sporthallen Weissenstein, Bern. 384 Zuschauer. SR Bühler/Bühler. – Tore: 6. Baumann 1:0. 12. Schmocker (Fabian Michel) 2:0. 13. Julkunen (Nigg) 2:1. 35. Rubi (Larsson) 2:2. 44. Nordh (Bolliger) 3:2. 47. Saner (Aebersold) 4:2. 55. Bolliger (Nordh) 5:2. 59. Hutzli (Junkkarinen) 6:2 (ins leere Tor). – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz. 1-mal 2 Minuten gegen Zug United. – Floorball Köniz: Eder; Junkkarinen, Castrischer; Hirschi, Ruh; Fabian Michel, Cedric Haldemann; Bolliger, Hutzli, Nordh; Aebersold, Ledergerber, Pillichody; Baumann, Schmocker, Pascal Michel; Saner. – Zug United: Nilsson; Menon, Kostov-Bredberg; Staub, Grüter; Adrian Uhr, Yannick Schelbert; Tobias Flütsch; Julkunen, Nigg, Laely; Rubi, Larsson, Furger; Knüsel, Mock, Dahlqvist; Daniel Uhr.
Zug United – UHC Thun 13:4 (5:2, 3:1, 5:1)Stadthalle Zug (Herti), Zug. 109 Zuschauer. SR Brunner/Büschlen. – Tore: 1. (0:37) Larsson (Furger) 1:0. 4. Mendrek (Feiner) 1:1. 6. Mendrek (Reto Graber) 1:2. 7. 6:21() Furger (Kostov-Bredberg) 2:2. 8. (7:28) Dahlqvist (Daniel Uhr) 3:2. 9. (8:09) Laely (Daniel Uhr) 4:2. 15. Dahlqvist (Julkunen) 5:2. 24. Mendrek (Reto Graber) 5:3. 25. Nigg (Dahlqvist) 6:3. 36. Laely (Larsson/Ausschluss Julkunen!) 7:3. 39. Julkunen (Grüter) 8:3. 48. (47:20) Larsson (Furger) 9:3. 48. (47:43) Dahlqvist (Nigg) 10:3. 54. Julkunen (Kostov-Bredberg) 11:3. 55. Knüsel (Adrian Uhr) 12:3. 58. Garbely (Mendrek) 12:4. 60. (59:14) Kostov-Bredberg (Julkunen) 13:4. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug United. – Zug United: Mück; Staub, Kostov-Bredberg; Menon, Grüter; Adrian Uhr, Yannick Schelbert; Tobias Flütsch; Rubi, Larsson, Furger; Julkunen, Nigg, Dahlqvist; Daniel Uhr, Mock, Laely; Bachmann, Knüsel. – Thun: Weber; Fankhauser, Yannick Bärtschi; Zimmermann, Saurer; Scheuner, Feiner; Ammann, Rehor, Baumann; Garbely, Reto Graber, Mendrek; Bühler, Wüthrich, Widmer; Bach.