Zug United geht mit grossem Selbstvertrauen ins Derby

Die Unihockeyaner festigen dank eines 10:3-Erfolgs gegen Chur ihren Platz in der vorderen NLA-Tabellenhälfte.

Peter Rohner
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Drei Sekunden vor dem Ertönen der ersten Sirene streckte sich Zugs Yannick Rubi nach dem Ball, den Adrian Furger aus der eigenen Platzhälfte in die Mitte gespielt hatte, und schob ihn irgendwie noch unter Goalie Christoph Reich über die Linie. Es war das 5:0 und damit praktisch schon die Vorentscheidung in diesem Sechs-Punkte-Spiel gegen Chur.

Eröffnet hatte den Torreigen Adrian Uhr, der nach einer einstudierten Freistossvariante frei vor dem Tor angespielt wurde. Dazwischen zeigte Andreas Dahlqvist, dass er nach überstandener Fussverletzung wieder in Form kommt. Erst wurde er von Emil Julkunen im Slot angespielt, dann bediente er seinen schwedischen Landsmann am entfernten Torpfosten und schliesslich traf er im Powerplay mit einem platzierten Schuss.

Zugs Emil Julkunen (in Blau) beschäftigt Goalie Christoph Reich.

Zugs Emil Julkunen (in Blau) beschäftigt Goalie Christoph Reich.

Roger Zbinden (Zug, 8. Dezember 2019)

Den Zentralschweizern spielte auch in die Karten, dass sie jeweils nach einem Treffer der Gäste eine schnelle Antwort bereithatten. Als Miro Lehtinen nach einem Fehlpass der Zuger auf 1:5 verkürzte, erwischte Furger Churs Keeper, der auf den Pass spekulierte, mit einem Schuss in die nahe Ecke. Und letzte Hoffnungen der Bündner durch Sandro Caveltis Tor nur 19 Sekunden im letzten Drittel beantwortete Julkunen nach einem schönen Pass von Captain Tim Mock. Die beiden Schlusspunkte setzten abermals die beiden Schweden. Dahlqvist erzielte seinen vierten persönlichen Treffer ins leere Tor, als Chur mit dem Mute der Verzweiflung den Goalie durch einen sechsten Feldspieler ersetzte. Und schliesslich komplettierte Julkunen seinen Hattrick mit einem schönen Solo.

Sarnen hat die letzte Partie gegen Zug gewonnen

Die Zentralschweizer setzten sich mit diesem Erfolg in der vorderen Tabellenhälfte fest; der Abstand auf den Playoff-Strich beträgt nunmehr schon zwölf Punkte. In der NLA geht es in der Meisterschaft bereits unter der Woche weiter. Die Zuger reisen am Donnerstag für das Zentralschweizer Derby zu Ad Astra Sarnen (20.00, Dreifachhalle). Der Aufsteiger zahlte bisher Lehrgeld in der höchsten Spielklasse und holte erst drei Punkte, scheint sich aber immer besser zurechtzufinden. Ein Ausrufezeichen war fraglos der Auswärtssieg bei den Tigers Langnau. Und auch den letzten Vergleich mit der United gewannen die Obwaldner: Vor zwei Jahren warfen sie als Unterklassiger Zug aus dem Cup-Wettbewerb.