Zug United startet mit Neuem und Unbekanntem in die Saison

Zum Auftakt der neuen Saison empfängt Zug United am Samstag in der Dreifachhalle der Kantonsschule (17 Uhr) den HC Rychenberg Winterthur. Die Zürcher gelten als unbequem und aufsässig und sind ein erster Gradmesser für den Formstand.

Peter Rohner
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Die Hauptprobe für die Saison 20/21 misslang den Zugern gründlich. Vor zwei Wochen kassierten die Zentralschweizer im Supercup gegen Alligator Malans eine 2:14-Ohrfeige. Dass das Spielgeschehen weniger deutlich als das Verdikt war, dürfte den Schmerz kaum wesentlich gemildert haben. Eher dürfte sich die Equipe an den Auftritten eine Woche zuvor an einem Vorbereitungsturnier in Winterthur erinnern, an dem es ebenfalls zum Vergleich mit dem dienstältesten NLA-Verein kam. Die Zürcher setzten sich damals knapp durch und unterstrichen, dass sie trotz einiger gewichtiger Abgänge stets bereit sind, die Konkurrenz zu ärgern.

Auf Zuger Seite darf man vor allem gespannt sein, wie die beiden neuen Schweden André Andersson und Alexander Hallén sich in die Mannschaft integriert haben. Sie sollen die Tore von Andreas Dahlqvist und Emil Julkunen ersetzen. Noch grössere Schlagzeilen machte indes der Transfer von Nationalmannschaftscaptain Luca Graf, der von den Grasshoppers nach Zug wechselte. Der bald 30-jährige Abwehrchef soll die Defensive weiter stabilisieren und mit seiner Präsenz und seiner Leaderrolle die jungen Eigengewächse einen Schritt weiterbringen.

Auch Gegner Winterthur frischte sein Kader im Sommer auf. So schiesst der finnische Nationalspieler Jami Manninen, der auch schon für Malans und Wiler-Ersigen aufgelaufen war, seine Tore jetzt für den HCR. Die Leuchttürme der Zürcher sind indes weiterhin der Verteidiger Nils Conrad sowie der agile, technisch versierte Tscheche Patrik Doza, der schon zu seiner Zeit bei Floorball Köniz den Zugern wiederholt Kopfschmerzen bereitete.

Strikte Maskenpflicht

Während der Meisterschaftsstart zumindest zeitlich wie geplant ist, gibt es rundherum einige Unbekannte, die der Covid-19-Pandemie geschuldet sind. Swiss Unihockey verfasste ein Notfallreglement für den Fall eines Saisonabbruchs und es gelten je nach Kanton unterschiedliche Regeln für Zuschauer und Spieler in den Hallen. In Zug gilt eine strikte Maskenpflicht, wenn man nicht gerade am Spiel selbst teilnimmt. Das entsprechende Schutzkonzept für Zuschauer ist auf der Website zu finden. Erst später steigt Zug United in den Cupwettbewerb ein. Die ursprünglich für dieses Wochenende vorgesehene Runde wurde verschoben, weil die ersten Cupspiele, die noch vor den Sommerferien terminiert gewesen waren, nach hinten geschoben wurde.