Zug United unterliegt einem geduldigen Köniz

Auch das dritte Spiel der Playoff-Viertelfinalserie zwischen Floorball Köniz und Zug United wurde erst ganz zum Schluss entschieden. Dank eines Doppelschlags verkürzen die Berner in der die Best-of-7-Serie auf 1:2.

Peter Rohner
Hören
Drucken
Teilen
Der Könizer Reto Baumann (am Ball) beschäftigt Carl Kostov-Bredberg, beobachtet von Zugs Goalie Petter Nilsson.

Der Könizer Reto Baumann (am Ball) beschäftigt Carl Kostov-Bredberg, beobachtet von Zugs Goalie Petter Nilsson.

Bild: Claudio de Capitani/Freshfocus (Bern, 7. März 2020)

40 Minuten lang bestimmte Köniz das Geschehen im TV-Spiel in den Sporthallen Weissenstein. Der Lohn für die Berner war mit zwei Toren jedoch mager, zumal auf der anderen Seite die Zuger ebenfalls zweimal getroffen hatten. Und im letzten Drittel schienen dem Heimteam gar die Felle davon zu schwimmen. Severin Nigg schloss einen der häufiger werdenden Konter für die Zentralschweizer zum 3:2 ab.

Doch der Bär wird eben erst erlegt und dann sein Fell verkauft. Denn die Berner behielten die Ruhe – und hatten Ruh: Der zum Verteidiger umfunktionierte U19-Interationale Yann Ruh glich die Partie nach einem Fehler in der Zuger Auslösung erst aus. Und 73 Sekunden vor Schluss traf er nach einer längeren Druckphase der Könizer zum Führungstreffer. Im Gegensatz zu den vorangegangenen beiden Partien liessen sich die Berner diesmal nicht mehr düpieren. Vielmehr traf Andreas Nordh noch aus der eigenen Platzhälfte ins verwaiste Zuger Tor zum 5:3.

Auch die Zuger hadern mit der Chancenauswertung

Die Erlösung nach den beiden knappen Niederlagen war bei den Könizern nach der Schlusssirene deutlich spür- und hörbar. Vor allem im ersten Spielabschnitt hatten sie sich immer wieder gute Chancen herausgespielt, scheiterten indes Mal für Mal an Keeper Petter Nilsson. Dies trotz idealen Starts und dem Tor ihres Topskorers Stefan Hutzli nach nur 52 Sekunden. Dieses egalisierte Adrian Furger nach einem schnellen Vorstoss zu Spielmitte. Und auch die zweite Führung der Könizer zu Spielmitte hielt nicht lange. 94 Sekunden nachdem Silvan Bolliger einen Konter zum 2:1 abgeschlossen hatte, traf Manuel Staub nach einem Freischlag zum 2:2. Erst auf Ruhs Doppelschlag im Schlussdrittel hatte Zug keine Antwort mehr.

So verdient der Sieg aus Sicht der Berner über die gesamte Spieldauer war, so ärgerlich ist er für die Zuger. Sie hatten es verpasst, ihre ausgezeichneten Chancen im dritten Spielabschnitt zu nutzen. Der Topskorer Andreas Dahlqvist scheiterte in einem Powerplay gleich zweimal: Einmal traf er aus spitzem Winkel das leere Tor nicht, einmal rettete Köniz-Keeper Patrick Eder mirakulös. Und auch seine Landsleute Alexander Larsson oder Emil Julkunen scheiterten bei Kontern.

Mehr zur NLA-Meisterschaft gibt es hier.