Zug United verliert knapp gegen die Spitzenteams

Gegen Kloten-Dietlikon und Piranha Chur resultieren jeweils 2:4-Niederlagen in der Nationalliga A.

Samira Inglin
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Zugs Goalie Daniela Liechti überzeugt in der Partie gegen Chur.

Zugs Goalie Daniela Liechti überzeugt in der Partie gegen Chur.

Bild: Michael Peter (Zug, 11. Oktober 2020)

Das Spiel zwischen Zug United und Chur begann äusserst ruhig, kontrolliert und war geprägt von taktischen Finessen. Chur war im Chancenplus, doch die Blockarbeit der Zugerinnen war an diesem Sonntagabend ausgezeichnet, und so kamen nur wenige Schüsse auf das Tor von Goalie Liechti. Nach dem torlosen ersten Drittel erhöhte Chur die Schlagzahl. Die Angriffe der Paradeformation um Rüttimann, Repkova und Jirakova wurden entweder geblockt oder von Liechti, die später Best Playerin wurde, zunichtegemacht. Eine Lücke liess sie zu, die Klapitova zum 0:1 nutzte.

Erstes Tor für Röösli

Im letzten Drittel gelang der Zugerin Trojankova nach wenigen Minuten der verdiente Ausgleichstreffer. Das Spiel war auf Messers Schneide. Obwohl die United in der Defensive immer noch stark agierte, musste Liechti in der 54. Minute ein zweites Mal hinter sich greifen. Jirakova schoss aufs Tor und verwertete den hoch abgesprungenen Abpraller gleich selbst zum 2:1 für Chur. Zug musste reagieren und tat dies wenige Einsätze später in der Person von Aileen Röösli, die ihren ersten NLA-Treffer zum 2:2 erzielte. Die Gäste zeigten im Anschluss ihre Klasse, als sie eine Kombination über diverse Stationen von Wick herrlich abschlossen. Zug gab das Spiel nicht verloren und versuchte, mit sechs Feldspielerinnen den Ausgleich zu erzielen. Repkova traf kurz vor dem Ende zum 4:2 für Chur ins leere Tor.

Schon am Vortag hatte eine 2:4-Niederlage gegen ein Spitzenteam resultiert, dies gegen die Kloten-Dietlikon Jets. Die heimischen Fliegerinnen starteten gewohnt spielbestimmend und liessen Ball und Gegner nach Belieben laufen. Zug zeigte sich jedoch engagiert und liess den Topstars wenig Platz, sich zu entfalten. Einzig mit der stark physischen Spielweise der Gegnerinnen bekundete Zug Mühe. Das galt für beide Teams in Bezug auf den Hallenboden: Reihenweise glitten die Spielerinnen aus. Metzger schaffte es dennoch, ein Tor für die Gastgeberinnen zu erzielen (7.). Die Vorarbeit hatte Isabelle Gerig geleistet. Die Rotkreuzerin im Team der Jets war auch an den nächsten beiden Treffern beteiligt. In der 31. Minute traf sie zum 3:0. Das war eine turbulente Spielminute: Zuerst wehrte Müller im Zuger Tor einen Penalty ab, musste aber danach innert sieben Sekunden zweimal hinter sich greifen.

Die Zugerinnen machen es spannend

Im letzten Drittel leisteten die Zugerinnen starke Gegenwehr. Dank eines Doppelschlags innert 71 Sekunden kamen sie auf 2:4 heran. Trojankova verwertete einen schnell ausgespielten Konter, und im Anschluss netzte Kuster ein. Mehr gelang den Gästen aber nicht, denn im Abschluss wurde weiterhin gesündigt. Immerhin stimmt die Moral im Team der Zugerinnen.

Das Fazit fällt trotz zweier Niederlagen positiv aus. Denn die Zugerinnen waren nah an den beiden besten Teams der Liga dran. Diese Form gilt es zu konservieren, denn am nächsten Wochenende ruht der Spielbetrieb. Weiter geht es am 24. Oktober mit dem Cup-Achtelfinalspiel gegen Ligakonkurrent Frauenfeld.

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