Zug United verwaltet diesmal den Vorsprung

Im zweiten ­Saisonspiel holte Zug United ­erstmals Punkte. Bei Chur Unihockey siegten die Zentral­schweizer dank eines starken Startdrittels 7:4.

Peter Rohner
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Im zweiten ­Saisonspiel holte Zug United ­erstmals Punkte. Bei Chur Unihockey siegten die Zentral­schweizer dank eines starken Startdrittels 7:4. Es waren die Verteidiger und Defensivspezialisten, die im ersten Drittel den kursweisenden Vorteil lieferten: In einem ausgeglichenen Spiel, in dem beide Teams auf Ballkontrolle und eine sichere Defensive fokussiert waren, sorgten auf Zuger Seite weit aufgerückte Verteidiger für die nötige Unruhe.

Erst traf Andrea Menon aus kurzer Distanz nach einem Zuspiel von Emil Julkunen. Nur drei Minuten später doppelte Yannick Schelbert nach – wiederum aus kürzester Distanz. Er war vom weit aufgerückten Manuel Staub bedient worden. Die Churer liessen sich indes nur kurzzeitig aus dem Konzept bringen. Das ausländische Sturmtrio nutzte eine defensive Unordnung durch Kim Hyrkkönen zum Anschlusstreffer.

Die Vorentscheidung im ersten Drittel

Und es kam für die Churer noch besser: Adrian Bachmann wurde in die Kühlbox geschickt. Und im ersten Spiel in Thun sorgte das Churer Powerplay für die Differenz. Entsprechend schnürten die Bündner die Zuger ein, kamen aber nicht zum Torerfolg. Im Gegenteil: Manuel Staub fing einen Schussversuch ab, lancierte Yannick Rubi, der Marco Laely mit einem Querpass anspielte. Und der Bündner in den Zuger Reihen stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Schliesslich sorgte Daniel Uhr mit einem sehenswerten Volleytreffer noch vor dem ersten Seitenwechsel für den Abstand, der über das ganze Spiel halten sollte. Es war sein erster Treffer in der NLA.

Ab dem zweiten Drittel war die Partie etwas weniger intensiv. An der Physiognomie änderte sich indes wenig. Chur störte zwar vermehrt etwas früher den Zuger Spielaufbau. Einziger zählbarer Erfolg blieb jedoch das Tor von Miro Lehtinen. Der Finne traf mit einem wuchtigen Backhandschuss. Zug-Captain Tim Mock beantwortete den Anschlusstreffer nur 33 Sekunden später. Er düpierte seinen Gegenspieler und erwischte Christoph Reich in der hohen Torecke. Und als Daniel Uhr einen herrlichen Angriff zu Beginn des Schlussabschnitts zum 6:2 abschloss, wich die Hoffnung bei den über 300 Zuschauern auf Punktezuwachs für das Heimteam – trotz des zweiten persönlichen Treffers von Lehtinen. Trainer Iivo Pantzar ersetzte schon vier Minuten vor Schluss seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Manuel Rieder verkürzte auf 4:6 – und noch über zwei Minuten blieben zu spielen.

Noch einmal drückte Chur, doch Scharfschütze Marcel ­Stucki blieb mit seinem Schussversuch als hinterster Mann an Emil Julkunen hängen. Und der Schwede verfehlte das leere Tor nicht ein zweites Mal. «Wir haben heute besser gekämpft als letzte Woche», fand Julkunen nach dem Spiel, in dem er als «Best Player» ausgezeichnet worden war. «Wir haben über 60 Minuten ziemlich gut Unihockey gespielt und nicht nur 40 Minuten wie gegen die Tigers», so Julkunen weiter. Gegen Langnau führten die Zuger 5:1 – und verloren noch 5:6.

NLA. 2. Runde: Chur – Zug 4:7. Waldkirch-St.Gallen – Thun 8:2. Chur – Zug 4:7. Malans – Sarnen 8:4. Uster – Köniz 6:9. Langnau – Rychenberg Winterthur 4:3. Grasshoppers – Wiler-Ersigen 8:7 n.V. – Rangliste (alle 2 Spiele): 1. Waldkirch-St.Gallen 6. 2. Langnau 6. 3. Grasshoppers 5. 4. Wiler-Ersigen 4. 5. Uster 3. 6. Zug 3. 7. Köniz 3. 8. Malans 3. 9. Chur 3. 10. Rychenberg Winterthur 0. 11. Thun 0. 12. Sarnen 0.

Chur – Zug United 4:7 (1:4, 1:1, 2:2)
Gewerbliche Berufsschule, Chur. – 316 Zuschauer. – SR Fässler/Schläpfer. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Zug United.
Tore: 7. Menon (Julkunen) 0:1. 10. Yannick Schelbert (Staub) 0:2. 12. Hyrkkönen ­(Blomberg) 1:2. 14. Laely (Rubi/Ausschluss Bachmann) 1:3. 18. Daniel Uhr (Larsson) 1:4. 22. (21:58) Lehtinen (Stucki) 2:4. 23. (22:31) Mock (Kostov-Bredberg) 2:5. 41. (40:54) Daniel Uhr (Dahlqvist) 2:6. 55. Lehtinen ­(Beeler) 3:6. 58. Rieder (Blomberg) 4:6 ­ (Chur ohne Goalie). 59. Julkunen 4:7 (ins leere Tor).
Chur: Reich; Jung, Sesulka; Stucki, Beeler; Mettier, Bischofberger; Rieder, Schlegel, Cavelti; Lehtinen, Hyrkkönen, Blomberg; Torri, Weber, Stingelin; Amato, Mani.
Zug United: Mück; Menon, Kostov-­Bredberg; Staub, Yannick Schelbert; Adrian Uhr, Tobias Flütsch; Furger; Julkunen, Nigg, Mock; Daniel Uhr, Larsson, Dahlqvist; Rubi, Bachmann, Laely; Joshua Schelbert, Grüter.
Bemerkungen: Zug ohne Schälin (Ersatz), Fiechter (Arbeit), Peter Flütsch (verletzt), Petter Nilsson (privat), Reto Flütsch, D’Oto und Niederberger (alle 1. Liga). 56. Time-out Chur.