ZUG: Unterführung ist ein «Unort»

Hässlich, schäbig und unansehnlich: So beschreibt ein Kantonsrat die Bahnhofunterführung und verlangt Abhilfe.

Drucken
Teilen
«Ein leerer städtischer Raum»: das «Gubelloch» in Zug. (Bild Stefan Kaiser)

«Ein leerer städtischer Raum»: das «Gubelloch» in Zug. (Bild Stefan Kaiser)

HArry Ziegler

Sie datiert aus dem Jahr 1973, die Bahnhofunterführung Gubelstrasse. «Sie ist sehr hässlich, funktional nicht mehr zeitgemäss und von schäbiger Aufenthaltsqualität», schreibt GLP-Kantonsrat Daniel Stadlin (Zug) in einer Motion. Er verlangt nun, dass der Regierungsrat zusammen mit der Stadt Zug und den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) eine umfassende Modernisierung und Aufwertung des betreffenden Gebiets vornimmt. Konkret sollen solche Massnahmen bei der Unterführung Gubel­strasse am Bahnhofzugang Nord sowie an den Rad- und Gehwegen ausgeführt werden.

Es sei nicht ohne Grund, dass die Zuger Bevölkerung beim fraglichen Gebiet von «Gubelloch» spreche. Denn: Die unansehnliche Unterführung sei ein leerer städtischer Raum, «ein regelrechter Unort», schreibt Stadlin. Zudem wirke das «Gubelloch» als bauliche Schranke zwischen dem Stadtteil im Osten und jenem im Nordwesten. Stadlin zeigt in seiner Motion denn auch entsprechende Bilder von der aktuellen Situation.

Für Stadlin ist klar, dass sich die Struktur der Stadt Zug um den Bahnhof sowie um die beiden Achsen Zuger-/Baarerstrasse und General-Guisan-Strasse/Gubelstrasse entwickelt. Der Knotenpunkt Bahnhof-/Gubelstrasse sei dabei eine wichtige Schnittstelle. Ihr komme immer mehr eine «zentrale Verteilfunktion in der Stadt und Agglomeration Zug» zu, schreibt der Zuger GLP-Kantonsrat in der Motion weiter.

Immer mehr im Zentrum

Das Zentrum des öffentlichen Lebens in Zug «entwickelt sich immer mehr über den Bahnhof und die Gubelstrasse hinaus nach Norden und Nordwesten», steht in der Motion weiter. Mit einer «zeitgemässen und zukunftsgerichteten Modernisierung und Aufwertung der Bahnhofunterführung Gubelstrasse» werde dieser Entwicklung Rechnung getragen. Stadlin schlägt auch gleich eine mögliche zukünftige Gestaltung vor: Er bedient sich zur Illustration aus der Kantonsratsvorlage zum Stadttunnel mit Zentrum Plus. Dieses Projekt wurde ja bekanntlich am 14. Juni vom Volk abgelehnt.

Harry Ziegler