ZUG: Verdacht auf Tötung – Staatsanwaltschaft ermittelt

Ist in einer Zuger Privatklinik eine Frau erstickt? Die Behörden ermitteln gegen fünf Mitarbeiter.

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Die Frauenklinik Meissenberg in Zug. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Frauenklinik Meissenberg in Zug. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Staatsanwaltschaft Zug ermittelt seit über einem Jahr gegen fünf Angestellte der Klinik Meissenberg bei Oberwil am Zugersee. Untersucht wird der Tod einer Patientin, die erstickt sein soll, weil ihr falsche Medikamente verabreicht worden sind. Es besteht der Verdacht auf fahrlässige Tötung, schreibt die Handelszeitung.

Die Klinik behandelt Frauen mit psychischen Problemen. Behandelt werden insbesondere Depression und Stressfolgeerkrankung. Die Klinik selber wollte zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen.

Die Klinik geriet vor einem Jahr in die Schlagzeilen, als sich herausstellte, dass eine 51-jährige gelernte Anästhesieschwester aus Deutschland vier Jahre lang als Ärztin in der Schweiz arbeitete, darunter auch in der Klinik Meissenberg in Zug. Sie wurde in Zug entlarvt, weil die klinikinternen Kontrollen funktionierten, was schliesslich zu einer Anzeige führte.

Auch in diesem Fall ermittelte die Zuger Staatsanwaltschaft. Die beiden Fälle stehen aber nicht in Zusammenhang mit den jüngsten Vorwürfen der fahrlässigen Tötung, wie die Behörden bestätigen.

rem