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ZUG: Verdiente Wissenschafter werden geehrt

Die Schweizerische Stiftung für den Doron-Preis zeichnet eine Forscherin und einen Forscher aus, die in ihrem jeweiligen Fachbereich herausragend sind. Gestern konnten sie im Zuger Rathaus den Preis entgegennehmen.
Andreas Faessler
Jürg Leuthold und Margrit Stamm erhalten den Doron-Preis 2018. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. März 2018))

Jürg Leuthold und Margrit Stamm erhalten den Doron-Preis 2018. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. März 2018))

Andreas Faessler

andreas.faessler@zugerzeitung.ch

Seit 33 Jahren ehrt die Schweizerische Stiftung für den Doron- Preis mit Sitz in Zug verdiente Einzelpersonen, Stiftungen oder gemeinnützige Organisationen. 83 Preisträger zählt die Liste seit 1986. Gegründet wurde die Stiftung von Marc Rich (1934–2013). Den je mit 100 000 Franken dotierte Doron-Preis 2018 dürfen Jürg Leuthold und Margrit Stamm entgegennehmen.

Die Doron-Stiftung würdigt Professor Dr. Jürg Leuthold als «herausragenden Forscher und Vermittler der Kommunikationstechnologien der Zukunft». Leuthold forscht und lehrt an der ETH Zürich im Bereich Photonik und Kommunikationstechnologie. Seine einflussreiche Forschungsarbeit dient massgeblich der Entwicklung neuer Übertragungskonzepte, durch welche die Datenübertragung via Internet signifikant beschleunigt werden konnte. Leuthold legt gemäss Do­ron-Stiftung Wert auf nachhaltige Forschung mit Fokus auf gesellschaftlich relevante Problemstellungen der Kommunikationsindustrie. Mit neuen Konzepten zeigt Leuthold auf, wie mobile Kommunikation künftig mit grösserer Geschwindigkeit und gleichzeitig weniger Strahlenbelastung realisiert werden kann. Jürg Leuthold zählt auf seinem Forschungsgebiet zu den weltweit führenden Wissenschaftern. Die Freude bei Jürg Leuthold über die Auszeichnung ist riesig, wie er sagt. Kam sie doch unerwartet. Unerwartet deshalb, weil man als Forscher ja nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehe, so Leuthold. «Und wenn man dann das Glück hat, dass es ein Forschungsresultat bis in die industrielle Umsetzung geschafft hat, dann sieht man dem Produkt auch nicht mehr an, dass dahinter unzählige Wissenschafter stecken, die es mit jahrelanger Forschung möglich gemacht haben.» Der rasche technologische Wandel hält den Wissenschafter weiterhin tüchtig auf Trab, wobei er mit Besorgnis auf die junge Schweizer Generation blickt, die seines Er­achtens zu wenig zielgerichtet ausgebildet wird, was den technologischen Wandel betrifft. Bislang könne die Schweiz noch von versierten Fachkräften aus dem Ausland profitieren. «Aber vielleicht sollte man auch die eigenen Talente wieder vermehrt ausbilden», gibt er zu bedenken.

Die Freiheit, Träume zu verfolgen

Auf ganz anderem Gebiet ist die emeritierte Professorin Dr. Margrit Stamm tätig. Die «renommierte Forscherin und Pionierin im Bereich der Pädago­gischen Psychologie und Er­ziehungswissenschaft» an der Universität Fribourg war eine der ersten Wissenschafterinnen der Schweiz, die sich mit frühkindlicher Bildung befasste und auf diesem Gebiet Pionierarbeit leistete, wofür sie nationale und internationale Anerkennung erhielt. Ihre Forschungsarbeit umfasst die Bereiche Talententwicklung, Bildungslaufbahnen, Begabung, abweichendes Verhalten im Jugendalter sowie Berufsbildung und Migration. Margrit Stamms Forschungen und Erkenntnisse haben die Erziehungswissenschaften massgeblich geprägt, wie man seitens Doron-Stiftung festhält. Ihre Leistungen seien herausragend, und sie setze bis heute wichtige Impulse. Auch für ihr breites Engagement im öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Bereich wird die Professorin gewürdigt.

Eine einmalige Ehre sei es für sie, sagt Margrit Stamm. «Der Doron-Preis gibt mir viel Freiheit, meine wissenschaftlichen Träume zu verfolgen. Träume, die wohl jede Wissenschafterin und jeder Wissenschafter hat und die Beharrlichkeit bedingen.» Doch entstünden wissenschaftliche Ideen selten aus dem Nichts, so Margrit Stamm weiter. Und noch seltener sei man die einzige Autorin respektive der einzige Autor dieser Ide­en. «Es ist ein grosses Privileg, gemeinsam denken zu dürfen», richtet sich Margrit Stamm dankend an ihre wissenschaftlichen Weggefährten und alle, die sie in ihrer Laufbahn begleitet und geprägt haben.

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