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ZUG: Vergrösserung des Einkaufszentrums Herti nimmt erste Hürde

Das Einkaufszentrum Herti soll vergrössert werden, und auf dem Areal sind zusätzliche Wohnungen geplant. Die Bau- und Planungskommission des Stadtparlaments findet das gut, verlangt aber gewisse Anpassungen an den Plänen.
Samantha Taylor
Das Hertizentrum wo der Coop eingemietet ist wechselt zur Migros.Im Bild Hertizentrum. 31.Januar 2014 (Neue ZZ/Werner Schelbert) (Bild: Werner Schelbert (Zug, 31. Januar 2014))

Das Hertizentrum wo der Coop eingemietet ist wechselt zur Migros.Im Bild Hertizentrum. 31.Januar 2014 (Neue ZZ/Werner Schelbert) (Bild: Werner Schelbert (Zug, 31. Januar 2014))

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Im Westen der Stadt wird sich in den nächsten Jahren so einiges verändern. Im Fokus steht dabei das Einkaufszentrum Herti und das direkt umliegende Quartier. So plant die Migros Genossenschaft, die das Einkaufszentrum betreibt, dieses zu modernisieren und zu vergrössern. Grundstückeigentümerin ist die Korporation Zug. Sie plant neben dem Aus­bau des Einkaufszentrums neue Wohnungen – unter anderem preisgünstige – und Alterswohnungen. Realisieren will sie dies jedoch nicht alles selbst.

Um diese Vorhaben umzusetzen, muss der fast 40-jährige Bebauungsplan erneuert werden. Die Anpassungen werden heute in erster Lesung vom Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) beraten. Bereits mit der Materie befasst hat sich die Bau- und Planungskommission (BPK). Sie stellt sich hinter das Vorhaben sowie die dafür nötige Zonenplanänderung und stimmt dem Bebauungsplan mit 7 zu 2 Stimmen zu. Trotz grosser Einigkeit gab es in der BPK Diskussionsbedarf in diversen Punkten. Zu reden gaben die Zufahrt zum Areal, die Parkplätze und das Thema einer zentralen Entsorgungsstation auf dem Areal.

Zusätzliche Abstellplätze für Motorräder

Der neue Bebauungsplan sieht auf dem Areal Grosses vor. Die Nutzfläche kann und soll mehr als verdoppelt werden, von heute rund 43'000 auf künftig fast 89'000 Quadratmeter. Die ­Fläche für Dienstleistungen wird dabei mehr als vervierfacht. Am meisten Platz wird es aber wie bisher für Wohnungen geben: Fast die Hälfte der gesamten Fläche ist ­dafür angedacht. 30 Prozent davon sind für den preisgünstigen Wohnungsbau vorgesehen. Entstehen sollen dabei an der Allmendstrasse ein Hochhaus, das rund 50 Meter aufweist. Daneben sind auch zwei 30-Meter-Bauten vorgesehen.

Insgesamt sind auf dem Areal 850 Parkplätze geplant, 80 davon für die öffentliche Nutzung im Umfeld des Stierenmarkts. Die Parkplätze befinden sich ausschliesslich in einem Parkhaus im Untergrund. Ein Mitglied der BPK ist der Meinung, dass es deutlich zu wenig Parkplätze ­seien. «Es ist unlogisch, die Verkaufsfläche zu verdoppeln und im Vergleich dazu die Parkplatzzahl faktisch zu reduzieren», wird ­argumentiert. Diese Meinung ­findet in der Kommission jedoch keine Mehrheit. Eine Anpassung nimmt die BPK lediglich bei den Parkplätzen für Motorräder vor. So hält sie fest, dass im Parkhaus Süd mindestens 40 und im Parkhaus Nord mindestens 50 Abstellplätze für Motorräder erstellt werden müssen. «Diese dürfen zu Lasten von Autoabstellplätzen gehen», hält die Kommission weiter fest.

Sorge wegen Mehrverkehr

Bedenken hat die Bau- und Planungskommission in Sachen Mehrverkehr aufgrund der Tiefgarage. So ist im Bebauungsplan bisher vorgesehen, dass die Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage zur St.-Johannes-Strasse hin erfolgen soll. Die BPK erinnert jedoch daran, dass diese Strasse gemäss eines Verkehrskonzepts in eine Tempo-30-Zone umgewandelt und verkehrstechnisch beruhigt werden soll. Die Ein- und Ausfahrten in die Tiefgarage würden jedoch rund 57 Prozent Mehrverkehr auf der St.-Johannes-Strasse verursachen. «Daher ist die Einfahrt nicht so zu bewilligen», hält die Kommission fest. Nach längeren Diskussionen konnte in dieser Frage eine andere Lösung gefunden werden. So sollen die Ein- und Ausfahrten zu den Wohnnutzungen und für Beschäftigte ab der Allmendstrasse und nicht ab der St.-Johannes-Strasse erfolgen. Diesem Vorschlag stimmt die BPK zu.

In Sachen Entsorgungsstelle legt die Kommission fest, dass auf dem Areal eine zentrale Stelle für Konsumenten zu errichten und zu betreiben sei, bei der Glas, Papier, Karton, PET und Kleider entsorgt werden können. Als Referenz bezieht sich die BPK auf das Einkaufszentrum Zugerland, das über eine solche Sammelstelle verfügt.

In einem ersten Schritt wird der GGR heute das Projekt in erster Lesung beraten. Die Sitzung findet um 17 Uhr im Kantonsratssaal im Regierungsgebäude statt und ist öffentlich. Die zweite Lesung findet voraussichtlich im Frühsommer oder Herbst des nächsten Jahres statt.

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