ZUG: Viel Arbeit für den Datenschutzbeauftragten

Darf die Verwaltung «skypen»? Scannen der Steuererklärungen durch ein privates Unternehmen? Datensicherheit in Zeiten der NSA-Enthüllungen? Antworten auf diese und zahlreiche weitere Fragen gibt der Tätigkeitsbericht 2013 des Datenschutzbeauftragten des Kantons Zug.

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Der Datenschutz wird auch im Kanton Zug häufig missachtet. (Symbolbild: ZZ)

Der Datenschutz wird auch im Kanton Zug häufig missachtet. (Symbolbild: ZZ)

Die heutige Technik ermöglicht grenzenloses Sammeln, Verbinden, Auswerten und Speichern von Daten. Bei Kanton und Gemeinden fallen deshalb immer mehr Daten über die Bevölkerung an. Insgesamt sind bei der Verwaltung gegen 1500 Zuger Datensammlungen vorhanden. Jede Zugerin, jeder Zuger hat von Gesetzes wegen das Recht, zu erfahren, welche staatliche Stelle welche Daten über sie oder ihn bearbeitet, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons Zug vom Freitag.

Damit das Recht auf Einsicht in die eigenen Daten ausgeübt werden kann, muss jede Datensammlung des Kantons oder der Gemeinden beim Datenschutzbeauftragten registriert werden. Das Register aller Zuger Datensammlungen ist auf der Website des Datenschutzbeauftrag-ten zugänglich.

Wofür die Zuger Datenschutzstelle nicht zuständig ist

Für die Datenbearbeitung durch Privatpersonen und Firmen Der Datenschutzbeauftragte erhält immer mehr Anfragen, die Daten-bearbeitungen durch Privatpersonen oder Unternehmen betreffen (etwa: Datenbearbeitung privater Arbeitgeber, Videoüberwachungen in Geschäften, Adressbekanntgabe durch Vereine, Löschung von Daten auf Webseiten Privater, Einsicht in Daten beim Hausarzt etc.). Dafür ist die Zuger Datenschutzstelle nicht zuständig. Für die Datenbearbeitung durch Private ist schweizweit der Eidg. Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte in Bern zuständig. Der Zuger DSB ist für die Datenbearbeitung von Kanton und Gemeinden zuständig.

pd/zim

HINWEIS
Der Tätigkeitsbericht 2013 des Zuger Datenschutzbeauftragten