ZUG: Viel Arbeit für Zuger Ombudsfrau

Bei der Ombudsstelle Kanton Zug sind im vergangenen Jahr 159 neue Fälle eingegangen. Davon konnten 158 erledigt werden. Zudem wurden 178 Anfragen an die vor zwei Jahren geschaffene Stelle gerichtet.

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Sie schlichtet im Kanton Zug: Katharina Landolf. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Sie schlichtet im Kanton Zug: Katharina Landolf. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

In 40,9 Prozent der Fälle wurde die Ombudsstelle von Frauen, in 45,4 Prozent von Männern kontaktiert, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichente Jahresbericht hervorgeht. Die übrigen Fälle verteilten sich auf Paare und Familien, juristische Personen, Verwaltung und Träger öffentlicher Aufgaben. Am stärksten beansprucht wurde die Stelle von der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen.

Am häufigsten konfrontiert war die Ombudsfrau Katharina Landolf mit Anliegen und Reklamationen, die in den Zuständigkeitsbereich der Volkswirtschafts- und Sicherheitsdirektion fallen. Landolf erklärt sich das damit, dass bei diesen Direktionen die Arbeitslosenkasse, die AHV-Ausgleichskasse und die Invalidenversicherung, die Polizei und das Strassenverkehrsamt geführt werden.

Auf Gemeindeebene musste sich die Ombudsfrau am häufigsten mit der Sozialhilfe und dem Bauwesen befassen. Insgesamt bewegten sich die Fallzahlen 2012 auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Ombudsstelle Kanton Zug wurde 2010 geschaffen. Sie löste damals die Stelle eines Vermittlers für Konfliktsituationen ab, die nach dem Attentat im Zuger Kantonsparlament im Jahr 2001 geschaffen worden war.

Zug ist nach wie vor der einzige Zentralschweizer Kanton, der diese Dienstleistung der Bevölkerung kostenlos anbietet. Anfang 2014 wird es auch in der Stadt Luzern eine Ombudsstelle geben. (sda)