Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUG: Vier Rentnerinnen und ein Gartenhaus

«Aus die Maus im Gartenhaus – das Spiel beginnt ...» heisst das neue Stück, das der Jugendchor Ten Sing Baar präsentiert hat. Die Umsetzung des Stücks begeistert das Publikum vollends.
Vanessa Varisco

«Gaston, schau nach, ob die Pflegerin schon weg ist», verlangt die Rentnerin Agathe fordernd. Danach schleichen sich vier rüstige Seniorinnen am späten Abend aus dem Altersheim, um im Gartenhaus eine nächtliche Partie Leiterspiel einzulegen. Mit dabei ist auch erwähnter Butler Gaston, der die vier junggebliebenen Frauen vor der strengen Pflegerin deckt und sich auch gleich um ihr Wohlergehen kümmert bei ihrem abenteuerlichen Unternehmen.

Im Stück «Aus die Maus im Gartenhaus – das Spiel beginnt ...» des Baarer Jugendchors Ten Sing folgen die Dialoge Schlag auf Schlag. Die Schauspieler sind völlig aufgegangen in ihren Rollen und begeistern so schnell das Publikum im Zuger Burgbachsaal. Als die vier Seniorinnen bei einem Gespräch mitten in ihrer Partie entscheiden, dass Benny, der Sohn von Rentnerin Rosie, unmöglich länger mit seiner Freundin zusammenbleiben könne und sie dringend etwas unternehmen müssen, geht es auf der Bühne richtig rund und das Publikum fiebert eifrig mit. Als Vreni ruft: «Ich habe noch Schlafmittel», lachen die Besucher in Vorahnung des folgenden Plans. Die Renterinnen beschliessen, der Freundin beim nächsten Besuch den Kaffee mit dem Schlafmittel zu verfeinern, damit sie taumelt und wankt wie eine Drogensüchtige und Benny sich von ihr abwendet.

Auch die Lieder sitzen

Musikalisch begleitet wird das Stück vom Chor, der moderne, energiegeladene oder gefühlvolle Songs wunderbar präsentiert. Von internationalen Hits wie Adeles «Send My Love» bis hin zum schweizweit bekannten «Manhattan» von Bligg deckt der Chor ein breites Repertoire ab und erntet kräftigen Applaus vom Publikum. Stimmgewaltig und mit bereichernden Soli, Duetten oder Trios ist der Chor neben dem Theaterspiel selber ein echtes Highlight. Besonders, weil die Sänger mit einem strahlenden Lächeln Heiterkeit und Freude versprühen. Stets begleitet von der Band, deren Mitglieder sich passend zum Stück einige Falten aufgeschminkt haben.

Der ausgeklügelte Plan der Rentnerinnen hat jedoch seine Tücken und scheitert schliesslich an der Pflegerin, die kurz vor dem Besuch des verliebten Paars die Kaffeetassen vertauscht. Als kurz darauf eine der Rentnerinnen selber tief und fest einschläft, wird schnell klar, dass der Plan schiefgelaufen ist.

Das Stück ist voller Energie, überraschenden Wendungen und bis zum Schluss packend. Die vier Frauen in ihren geblümten Kleidern und grauen Haaren, wie sie in gebückter Haltung mit einem Rollator aufbrechen, begleiten die Besucher durch einen humorvollen Abend, ebenso wie Pflegerin Karin, Butler Gaston und das verliebte Paar. Und nicht zuletzt sind die musikalischen Einlagen einfach gelungen.

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.