ZUG: Vier Siege für die Zuger Teams

Zum 74. Mal fand am Samstag das Staffelrennen «Quer durch Zug» statt. Über 285 Teams waren am Start. So viele wie noch nie zuvor.

Simon Randriamora
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Bei perfektem Wetter liefen am Samstag mehr als 1400 Teilnehmer «quer durch Zug». (Bilder Stefan Kaiser)

Bei perfektem Wetter liefen am Samstag mehr als 1400 Teilnehmer «quer durch Zug». (Bilder Stefan Kaiser)

Der Staffellauf Quer durch Zug fand 2016 zum 74. Mal statt. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))
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Rund 285 Teams waren am Start. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))
Der Staffellauf findet jährlich statt und es herrschte schönstes Wetter. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))
Die Zuschauer beobachten die Läufer. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))
Die Jungen warten auf die vorherigen Läufer. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))
Mehr als 1400 Teilnehmer waren mit dabei. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))
Eine Läuferin in Aktion. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))
Zuschauer beim Staffellauf. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))
Der Staffelläufer-Nachwuchs beim Rennen. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))
Die Läufer sind parat. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))
In dreizehn Kategorien konnte man gewinnen. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))
Bei Sonnenschein machte auch das Zuschauen Spass. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))
Eine Läuferin in Aktion. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))

Der Staffellauf Quer durch Zug fand 2016 zum 74. Mal statt. (Bild: Stefan Kaiser (Neue ZZ))

Simon Randriamora

Wer einen Heiratstermin im Frühjahr sucht, müsste sich den Termin des Quer durch Zug merken, denn beinahe jährlich herrscht dann Kaiserwetter. So auch am letzten Samstag. In der Tat gab es in der jungen Vergangenheit schon mal eine Hochzeit, dessen Hochzeitsgesellschaft die Querwettkampfstrecke passieren musste. Dieses Jahr wäre es eng geworden, denn es starteten mit 285 Teams so viele wie noch nie. OK-Präsident Jörg Kürzi war begeistert: «Dieses Rekordergebnis ist toll. Ich bin rundum zufrieden mit dem Anlass. Für mich war es eines der schönsten Quers, das ich überhaupt erlebt habe. Nächstes Jahr am Jubiläumsquer setzen wir aber noch einen drauf.»

Auch Tobias Furer, der beste Zuger Leichtathlet der Gegenwart, war begeistert: «Für mich war es das süsseste Quer bisher.» Furer spielte auf die Osterhasen an – zwei grosse und zwei kleine gewann er. «Natürlich werde ich die Hasen essen. Auch ich darf sündigen.» Furer ist in Topform und hat Olympia 2016 im Hinterkopf: «Ich konnte bei meinen beiden Starts attackieren. Physisch ist alles da, ich habe sehr gut trainiert über den Winter. Ich möchte im Sommer an den Europameisterschaften einen superschnellen Lauf zeigen und alles herausholen zu können. Wenns dann für Olympia reicht, dann wäre das top.»

Seine Klubkollegin Géraldine Frey feierte bei ihren beiden Starts im Mixed und bei den Frauen zwei Siege mit dem LK Zug: «Es war ein cooler Wettkampf. Ich habe mich sehr gut gefühlt und es hat Spass gemacht. Ich freue mich bereits auf nächstes Jahr wie auch auf meine Saison.» Neben den Zuger Topathleten kommen jährlich auch Athleten aus der nationalen Elite. Einmal mehr kam Nationaltrainer und LC-Zürich-Trainer Flavio Zberg mit vielen Athleten, die national vorne mitmischen. Erstmals starteten aber auch Jugendliche des LC Zürich am Quer. Zberg zog eine positive Bilanz: «Uns geht es hier vor allem um den Wettkampf im gemeinsamen Team und um den Spass. Das Team soll untereinander näher zusammenrücken. Ich bin sehr zufrieden. Dieses Jahr waren wir mit zwölf Teams am Start. Nächstes Jahr ist das Ziel, dass wir mit noch mehr Teams nach Zug kommen.»

Das Quer ist für Jung und Alt

Neben den Topathleten freuen sich auch Athleten älterer Semester, am Quer zu starten. In der Kategorie Master ab 30 Jahren wird alljährlich um jeden Zentimeter gekämpft. Erstmals gewann der TSV Rotkreuz diese Kategorie. Der 33-jährige Cornel Zwahlen vom Siegerteam: «Wir sind stolz, dass es geklappt hat. Obwohl wir alle Routiniers sind, haben wir im Training Stabübergaben trainiert, was sich bewährt hat.»

Die grössten Teilnehmerfelder gibt es jährlich in den Kategorien der Jüngsten. Jacqueline Stucki ist Trainerin der Hochwacht Zug und betreute in dieser Saison genau diese Teams: «45 Athleten waren es dieses Jahr. Es muss alles gut organisiert sein, dass jedes Kind weiss, wo es stehen muss. Nur dank tatkräftiger Hilfe der Eltern ist dies möglich.» Der Dank waren zwei zweite Ränge, einmal von 64 Teams bei den U 12 und einmal von 31 Teams bei den U 10. Stucki fasziniert die Atmosphäre jedes Jahr: «Die Kinder fliegen förmlich durch die Altstadt. Jedes Kind, das einmal dabei war, will wiederkommen. Deshalb habe ich nächstes Jahr sicherlich noch mehr Kinder zum betreuen», sagte sie. Nächstes Jahr findet das vom STV Zug organisierte Traditionsweekend am 1. April statt – wer noch einen Heiratstermin mit schönem Wetter sucht, der weiss nun, was zu tun ist.

Qualitativ sehr hochstehende Wettkämpfe

Gewinner In dreizehn Kategorien gab es sechs verschiedene Vereine, die sich in die Siegerlisten eintragen konnten. Aus Zuger Sicht erfreulich sind die drei Siege des LK Zug in den Hauptkategorien Mixed, Sprint und bei den Frauen sowie der Sieg bei den Masters des TSV Rotkreuz. Viermal gewann der grösste Leichtathletik-Verein der Schweiz, der LC Zürich. Der Sieg bei den Mittelstrecklern gehört beinahe zur Pflicht.  Hier duellierten sich wie in den vergangen Jahren der LC Zürich 1 und LC Zürich 2 in einem spannenden Duell. Erfreulich ist der dritte Platz des TSV Rotkreuz. 

Eine Überraschung gab es in der Kategorie Sprint. Auch diese Kategorie war in den letzten Jahren klar in Zürcher Händen. Taktisch agierten der LC Zürich wie auch die Hochwacht Zug unglücklich, indem sie jeweils im Team 2 die schnelleren Läufer starteten liessen, um nicht im Gedränge wichtige Zeit zu verlieren. Der LK Zug liess sich durch die taktischen Spielereien nicht beirren und feierte erstmals seit langem einen Sieg in der Königsdisziplin.

Starke Zürcher Junioren

In der Kategorie Mixed gewann einmal mehr der LK Zug. Dieses Jahr dominierte er die Konkurrenz fast nach Belieben. Mit mehr als 13 Sekunden Rückstand folgten die LV Winterthur Jumpers. Bei den Frauen gab es einen knappen Sieg des LK Zug vor der LG Nordstar Luzern und dem TV Muttenz athletics. Weniger gut lief es dem LK Zug in den Jugendkategorien. Ausser bei den Mädchen U 18 gab es keinen Podestplatz. In der Ein-Käse-Hoch- und Zwei-Käse-Hoch-Kategorie trumpfte die Hochwacht Zug stark auf und erreichte in den grössten Teilnehmerfeldern des Quers den zweiten Platz. Stark der LC Zürich, der sowohl bei den Schülerinnen und Schüler U 16, als auch bei den Zwei-Käse-hoch gewann. Die LG Unterwalden gewann bei den Schülern U 14, Ein-Käse-Hoch und bei den Mädchen U 18.


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