ZUG: Vögel fliegen ins Glas und sterben

Was für uns Menschen chic und freundlich wirkt, ist für Piepmätze tödlich: breite Glasfronten an Häusern. Und nicht nur da.

Wolfgang Holz
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«Vogelfriedhof» Rotkreuz: Am 5. Februar knallten diese 13 Erlenzeisige gegen die Glaswände der Bushaltestelle Blegi. (Bild: PD)

«Vogelfriedhof» Rotkreuz: Am 5. Februar knallten diese 13 Erlenzeisige gegen die Glaswände der Bushaltestelle Blegi. (Bild: PD)

Dreizehn Erlenzeisige sind vor kurzem an einer Bushaltestelle in Rotkreuz verendet. Grund: Der Singvögelschwarm ist in das Glas des Bushäuschens geflogen. Das ist kein Einzelfall, wie der Zuger Vogelschutz kritisiert. Denn immer mehr sind Glasfronten an Gebäuden, Häusern und Lärmschutzwänden eingebaut oder dienen als Sichtschutz. Was Menschen mehr Transparenz und Licht beschert, ist für Vögel der absolute Killer. «Die Vögel erkennen das Glas nicht», sagt Thomas Uebelhart, Präsident des Zuger Vogelschutzes. Auch die auf manchen Glasfassaden aufgedruckten Raubvogelsilhouetten würden den Piepmätzen nicht viel bringen. «Das schreckt Singvögel nicht wirklich ab – weil sie wissen, dass Raubvögel nicht regungslos warten, sondern in den Lüften ihre Bahnen ziehen», erklärt Uebelhart. «Solche Silhouetten erkennen Singvögel also nicht als Feind.» Die Behörden haben die Gefahr erkannt und wollen umgehend Schutzmassnahmen für die Singvögel umsetzen.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen ZZ und im E-Paper.