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ZUG: Vollenweider hat wieder einen grünen Balken

Im Januar ist Willi Vollenweider unter Protest aus der städtischen SVP ausgetreten. Jetzt ist er wieder dabei – aber nicht überall.
Samantha Taylor
«Ich bin nach wie vor nicht Mitglied der Kantonsratsfraktion.» Willi Vollenweider, SVP-Politiker (Bild: pd)

«Ich bin nach wie vor nicht Mitglied der Kantonsratsfraktion.» Willi Vollenweider, SVP-Politiker (Bild: pd)

Willi Vollenweider ist ein SVPler mit Leidenschaft. Das zeigt sich vor allem immer wieder bei seinen Voten im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug. Doch in den vergangenen elf Monaten politisierte er sowohl im Grossen Gemeinderat (GGR) wie auch im Kantonsrat als Parteiloser. Zwar war er nach wie vor ein Mitglied der Fraktion, aus der Partei war er aber am 19. Januar ausgetreten. Seit kurzem ist das nun anders. Denn wie dem Sitzplan des GGR zu entnehmen ist, wird unter Vollenweiders Bild wieder ein grüner Balken gezogen. Mit anderen Worten, der Stadtzuger ist seiner Partei wieder beigetreten. «Ja, ich bin seit rund zwei Wochen wieder Mitglied der SVP Stadt Zug», bestätigt Vol­lenweider auf Anfrage unserer Zeitung.

Und dies, obwohl sich in den vergangenen Monaten nicht viel getan hat – zumindest nicht in dem Bereich, der Auslöser dafür, war, dass Vollenweider der Partei den Rücken gekehrt hat. Denn der Grund für seinen Austritt waren die Vorkommnisse rund um die Landammannfeier vom vergangenen Dezember. Aus Gründen, die für Vollenweider nicht nachvollziehbar waren, hatten die Führungsorgane der Partei im Nachgang an die Ereignisse beschlossen, dass fundamentale SVP-Werte für die Kantonalpartei keine Gültigkeit mehr hätten, äusserte Vollenweider damals. Konkret ging es dem Elektroingenieur darum, wie die Partei mit dem damaligen Kantonalpräsidenten Markus Hürlimann verfahren ist. Dieser hatte zwar sein Amt nach dem Skandal abgegeben, blieb aber sowohl in den Fraktionen wie auch Mitglied der Partei. Dass dem Kantonalpräsidenten die Anstandsregeln abhandengekommen seien, könne er einigermassen nachvollziehen, sagte Vollenweider damals. «Dass aber die Kantonalpartei es nicht für nötig befunden hat, sich bei der Stadt Zug in aller Form für das Fehlverhalten zu entschuldigen, liegt jenseits meiner Vorstellungen von Anstand», sagte Vol­lenweider damals etwa gegenüber unserer Zeitung. Es brauche innerhalb der Partei eine Wertediskussion, forderte er weiter.

«Bedauerlich»

Also hat diese «Wertediskussion» nun stattgefunden? «Nein», gibt Vollenweider zu. Aber: «Ich verstehe mich mit meinen Kollegen im Grossen Gemeinderat sehr gut, war Mitglied der Fraktion und hatte auch nie ein Problem mit der städtischen SVP und habe mich auch nie von der Partei, sondern nur von gewissen Leuten distanziert.» Da inzwischen nun Gras über die Sache gewachsen sei, habe er sich entschieden, der Stadtpartei wieder beizutreten. «Ich wollte einen Strich unter die ganze Sache ziehen.» Doch diesen zieht Vol­lenweider nicht ganz unter alles. Denn: «Ich bin nach wie vor nicht Mitglied der Kantonsratsfraktion.» Und das aus Gründen der personellen Besetzung. «Das ist so mit der Fraktion abgesprochen», erklärt Vollenweider weiter. Fraktionschef Manuel Brandenberg (Zug) war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der Präsident der SVP der Stadt Zug, Philip C. Brunner, der ebenfalls im Kantonsrat sitzt, ist mit der aktuellen Situation nicht zufrieden. «Natürlich freut es mich, dass Willi Vollenweider wieder Mitglied der SVP-Stadtpartei ist. Dass er aber im Kantonsrat nicht Teil der SVP-Fraktion ist, finde ich sehr schade, politisiert er doch absolut auf der Linie unserer städtischen Wähler», so Brunner. Ausserdem trage Vollenweider keine Schuld an den unschönen Ereignissen. «Er war ja nicht der Auslöser. Diese Verantwortung tragen andere», sagt Brunner. Er hoffe sehr, dass dieser Zustand nicht bis zu den nächsten Wahlen andauern werde. Brunner: «Dieser Punkt bleibt auf der Pendenzenliste unserer Sektion. Hier muss noch eine vernünftige und gute Lösung gefunden werden.»

Samantha Taylor

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