Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUG: Waldheim: Im Sommer fahren die Bagger auf

Die geplanten 48 Alterswohnungen im Waldheim können ab Mitte Jahr gebaut werden. Die Einsprecher, die sich gegen das Projekt gewehrt haben, ziehen ihre Beschwerde nicht weiter.
Charly Keiser
Die bestehende Liegenschaft kann nun abgebrochen werden. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 4. November 2016))

Die bestehende Liegenschaft kann nun abgebrochen werden. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 4. November 2016))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Ende Oktober des vergangenen Jahres hat das Verwaltungsgericht die Beschwerde gegen das Projekt mit den 48 alters- und behindertengerechten Wohnungen im Waldheim in Zug abgewiesen. Gross war die Freude bei der Bürgergemeinde Zug und der Stiftung Alterszentren Zug, als das Verdikt bekannt wurde.

Noch grösser ist die Freude bei den beiden Institutionen nun seit ein paar Tagen. Denn die Beschwerdeführer, die alle aus der Nachbarschaft stammen, haben das Urteil des Verwaltungsgerichts akzeptiert. Sie werden ihre Beschwerde nicht ans Bundesgericht weiterziehen, wie jetzt bekannt wurde. Damit wird hinter die fast zweijährige Verfahrensdauer ein Schlusspunkt gesetzt.

«Der Fall ist rechtlich schon längst klar»

Hans Christen, Präsident der Stiftung Alterszentren Zug war im November noch ziemlich skeptisch. «Ich würde mich nicht wundern, wenn die Gegner das Urteil ans Bundesgericht weiterziehen würden», sagte er damals nämlich zu unserer Zeitung und begründete: «Den Beschwerdeführern geht es in erster Linie nur darum, das Projekt zu verzögern. Der Fall ist rechtlich schon längst klar, wie das deutliche Urteil des Verwaltungsgerichts beweist.»

Dem widerspricht Hans Wickart, Sprecher der Beschwerdeführer, vehement: «Uns ging es nie um eine Verzögerung. Vielmehr verlangten wir eine andere Anordnung der Gebäude und wir hätten uns gewünscht, dass mit uns geredet worden wäre – was ja leider nicht passiert ist.» Sie hätten sich einzig mangels Aussicht auf Erfolg beim Bundesgericht dazu entschieden, das Urteil des Verwaltungsgerichts zu akzeptieren, betont Wickart. «Ein Weiterzug aus Zwängerei stand für uns nie zur Diskussion.»Bereits im März 2016 wies der Stadtrat die Einsprache der Gegner des Projekts ab und im Dezember desselben Jahres stützte auch der Regierungsrat die Baubewilligung der Stadt Zug.

Die Bauherrinnen, die Stiftung Alterszentren Zug und die Bürgergemeinde Zug, freuen sich sehr, dass es nun vorwärts geht, schreiben sie in einer gemeinsamen Mitteilung und skizzieren das weitere Vorgehen. Die bestehende Liegenschaft wird derzeit noch als Unterkunft für Unbegleitete minderjährige Asylbewerber genutzt. Deren Auszug aus dem ehemaligen Altersheim ist nach Ostern geplant.

Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren

Im Sommer sollen dann die Baumaschinen auffahren. Die insgesamt 48 2?- und 3?-Zimmer-Wohnungen sollen nach einer Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren, im Winter 2020/21 von den Mietern bezogen werden können. Rund 23 Millionen Franken kostet das Projekt. Sowohl die Kosten wie auch die Wohnungen werden je rund hälftig von der Stiftung und der Bürgergemeinde übernommen. Auch die Stadt Zug leistet einen Beitrag an das Projekt. Sie zahlt 1,18 Millionen Franken – unfreiwillig. Die durch die Bauherren geltend gemachte Beteiligung geht auf ein Reglement aus dem Jahr 1973 zurück, dessen Existenz dem Stadtrat nicht präsent war, und das bislang auch noch nie zur Anwendung gekommen. Mittlerweile wurde es aufgehoben.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.