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ZUG: Waldheim: Jetzt ist das Verwaltungsgericht gefragt

Die Gegner der Alterswohnungen lassen nicht locker. Sie ziehen ihre Beschwerde an die nächste Instanz weiter. Für die Eigentümerschaft kommt dieser Schritt nicht überraschend.
Samantha Taylor
Bis im Zuger Waldheim neu gebaut wird, dauert es noch eine Weile. (Bild: Patrick Hürlimann (4. November 2016))

Bis im Zuger Waldheim neu gebaut wird, dauert es noch eine Weile. (Bild: Patrick Hürlimann (4. November 2016))

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Bis im Stadtzuger Waldheim Alterswohnungen gebaut werden, dauert es wohl noch eine Weile. Das Projekt, das die Stiftung Alterszentren Zug und die Bürgergemeinde Zug gemeinsam realisieren, verzögert sich nämlich weiter. Der Grund: Die Nachbarn, die sich gegen den Bau der Alterswohnungen wehren, haben ihre Beschwerde an das Zuger Verwaltungsgericht weitergezogen. Dies, nachdem sie im Dezember vor dem Regierungsrat mit ihrem Anliegen abgeblitzt waren. «Wir haben vor kurzem die Beschwerde erhalten. Es handelt sich um ein rund 20-seitiges Papier. Bis zum 15. März können wir nun Stellung nehmen», sagt Hans Christen, Präsident der Stiftung Alterszentren Zug.

Wie Christen erklärt, seien es dieselben Punkte wie bisher, die von den Gegnern kritisiert würden. «Es geht ihnen einerseits um die Zonenkonformität und um den Zweck, andererseits kritisieren sie auch die Volumen der Baukörper.» Bereits bei ihrer Beschwerde an den Regierungsrat hatten die Beschwerdeführer, bei denen es sich um acht Anwohner handelt, unter anderem kritisiert, dass der Bau von Alterswohnungen auf dem Grundstück nicht zonenkonform sei. Das Grundstück befindet sich in der Zone des öffentlichen Interesses und für öffentliche Bauten und Anlagen. In dieser Zone seien private Bauvorhaben zwar zulässig, brachten die Beschwerdeführer vor. Das gelte jedoch nur dann, wenn diese dauernd öffentlichen Interessen dienten, was bei Alterswohnungen nicht der Fall sei. Überdies sind die Beschwerdeführer der Meinung, dass das Projekt vor allem aufgrund seiner Höhe, aber auch in Bezug auf seine Ausnützung gewisse Grenzen überschreite. «Sie haben in ihrer Beschwerde erneut sämtliche Register gezogen und halten an all ihren Einwendungen fest. Dies, obwohl der Regierungsrat in seinem Urteil all diese abgewiesen hat», sagt Christen. Seitens der Beschwerdeführer war am Montag keine Auskunft zu bekommen.

Es gibt bereits Interessenten

Für Hans Christen kommt der Weiterzug ans Verwaltungs­gericht nicht überraschend. «Wir sind davon ausgegangen, dass sie nicht locker lassen.» Natürlich bedaure man diesen Schritt. «Aber das ist der Weg, der jedem offensteht. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als abzuwarten», so der Stiftungsratspräsident. Für das Bauprojekt bedeutet dieser Weiterzug eine weitere Verzögerung. «Wir wären bereit. Wir hätten schon im April des letzten Jahres mit den Arbeiten starten können», sagt Christen. Die Planung sei bereits seit einiger Zeit abgeschlossen. Ausserdem seien diverse Baumeister-, Elektro- und Sanitärarbeiten ebenfalls schon vergeben worden. «Und wir haben auch schon viele Interessenten für die Wohnungen, die sich nun noch etwas länger gedulden müssen.»

Auf dem Grundstück des ehemaligen Altersheims im Waldheim entstehen 48 alters- und behindertengerechte 2.5- und 3.5-Zimmer-Wohnungen. Die Stiftung Alterszentren Zug und die Bürgergemeinde Zug realisieren das Projekt gemeinsam und teilen die Kosten fast hälftig. Die Stiftung übernimmt 51, die Bürgergemeinde 49 Prozent. Die Bürgergemeinde hat ihren Kredit von 11,75 Millionen Franken im Mai 2016 an ihrer Bürgergemeindeversammlung genehmigt. Das Baugesuch für den Neubau lag im November 2015 öffentlich auf und wurde von der Stadt genehmigt. Es gingen zwei Einsprachen ein. Der Stadtrat wies beide ab. Eine Einsprache war damit vom Tisch. Die andere wurde von den Beschwerdeführern allerdings weitergezogen. Im Dezember 2016 wies jedoch auch der Regierungsrat diese Beschwerden ab. Nun ist das Verwaltungsgericht am Zug. Wann mit dessen Urteil zu rechnen ist, ist laut Christen schwer zu sagen. Er geht von einer Bearbeitungszeit von rund sechs Monaten aus.

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