ZUG: Waren die Überfälle nur inszeniert?

Ein 38-jähriger Syrer, der inzwischen in der Psychiatrie weilt, ist in den letzten zehn Tagen zweimal gefesselt und bewusstlos in Zug am Boden gelegen. Die Polizei schliesst eine Selbstfesselung nicht mehr aus.

Luc Müller
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Tatort Brüggliweg: Hier wurde der Mann gefesselt und verletzt. (Bild: Zuger Polizei)

Tatort Brüggliweg: Hier wurde der Mann gefesselt und verletzt. (Bild: Zuger Polizei)

Was ist nur mit dem Asylbewerber los, der zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen gefesselt und bewusstlos in der Öffentlichkeit aufgefunden wurde? «Der Mann ist nun von den Ärzten in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden», erklärt Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, auf Anfrage.

«Die Polizei konnte ihn nach dem zweiten Vorfall noch nicht vernehmen. Wir schliessen nicht aus, dass sich der Mann selbst gefesselt hat», so Schlatter.

Der 38-jährige Mann – der gemäss Schlatter staatenlos ist und in Syrien geboren sein soll – wurde am Dienstag vor einer Woche gegen 20.30 Uhr in der Unterführung beim Brüggli gefunden worden. Er trug eine Schlinge um den Hals.