ZUG: Was passiert mit den Parkplätzen?

Zwei Gemeinderäte stellen unter anderem Fragen zur geplanten Umgestaltung des unteren Postplatzes. Sie weisen auf Veränderungen hin, die – auch in Bezug auf die Finanzierung – berücksichtigt werden müssten.

Charly Keiser
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Noch stehen auf dem unteren Postplatz in Zug zahlreiche Autos. Doch das soll sich bald ändern.Bild: Stefan Kaiser (20. Februar 2017)

Noch stehen auf dem unteren Postplatz in Zug zahlreiche Autos. Doch das soll sich bald ändern.Bild: Stefan Kaiser (20. Februar 2017)

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Die SVP-Gemeinderäte Philip C. Brunner und Jürg Messmer haben eine Interpellation eingereicht mit Fragen rund um den Postplatz. Anlass dazu gab der Artikel in der «Zuger Zeitung» vom 7. Februar zum Baufortschritt rund um die Hauptpost.

Messmer und Brunner zitieren die Aussagen des Stadtrats, dieser wolle ein Projekt zur Umgestaltung des Postplatzes noch dieses Jahr in den Rat bringen, damit die Umbauarbeiten beginnen könnten, wenn die Neubauten fertig und die Tiefgarage bei der alten Hauptpost bezugsbereit seien. Ausserdem zitieren sie aus dem Abstimmungsbüchlein zum Parkhaus bei der Post und stellen eine «neue Ausgangslage» fest.

Wie viel kostet das Parkieren?

Die beiden Parlamentarier fragen: «Wie viele neue, öffentlich benutzbare unterirdische Parkplätze wurden schlussendlich bewilligt beziehungsweise werden jetzt gerade am Postplatz erstellt?» Sie wollen zudem wissen, wie hoch die neuen Eigentümer des Parkhauses Postplatz die Parktarife pro Stunde ansetzen werden und welche 60 ober­irdischen Parkplätze durch den Volksentscheid von 2008 genau im City-Perimeter aufgehoben werden. «Um welche handelt es sich zusätzlich zu den heutigen Parkplätzen am oberen und am unteren Postplatz?» Sie verlangen vom Stadtrat die Zahlen mit einem Plan und einer Aufstellung. Noch genauere Zahlen soll die Stadtregierung zu poten­ziellen Umsätzen von ober- und unterirdischen Parkplätzen liefern. Denn diese müssen zusätzlich mit ähnlichen Erhebungen in Zürich, Luzern und vergleichbaren Städten mit zirka 42000 Arbeitsplätzen wie Zug verglichen werden.

Für die Gestaltung des oberen Postplatzes habe das Volk anlässlich der Volksabstimmung 2008 einen Betrag von knapp 2 Millionen Franken bewilligt. Messmer und Brunner wollen wissen, wie viel der Stadtrat für die geplante Gestaltung des un­teren Postplatzes aufwenden wolle und was dabei alles erneuert werde.

Stark veränderte Situation

Die allgemeine Situation am Postplatz und in der Altstadt habe sich in den letzten zehn Jahren derart geändert, dass die gesamte Planung zum Thema Parking und Belebung der Altstadt heute komplett neu angegangen werden müsse, schreiben die zwei SVP-Gemeinderäte. Dies unter anderem wegen der Krise im Detailhandel und in der Gastronomie, der Ablehnung des Stadttunnels und des Zentrums Plus sowie auch darum, weil man 2008 noch «realistischerweise» von einer Eröffnung im Jahre 2012 ausgegangen sei.

Messmer und Brunner fragen: «Ist der Stadtrat bereit, dem Grossen Gemeinderat heute neue Vorschläge zu unterbreiten, die den Anwohnern, Kunden, Besuchern, KMU und allen Gewerbetreibenden neue Perspektiven eröffnen, gerade weil es die Post in der Altstadt offenbar nicht schafft, ihren Service-public-Auftrag einzuhalten?»