ZUG: Wasserschaden im Fischerei-Museum

Ein ungemütlicher Sonntag für die Verantwortlichen des Fischerei-Museums in der Stadt Zug. Um halb neun ging am Sonntag der Brandalarm bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ) ein. Aber nicht Feuer war der Grund, sondern Wasser.

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Das Wasser dringt vom Obergeschoss durch die Decke bis ins Erdgeschoss. (Bild PD)

Das Wasser dringt vom Obergeschoss durch die Decke bis ins Erdgeschoss. (Bild PD)

Das Wasser floss durch die Decken des Altstadtgebäudes bis ins Erdgeschoss. Deckenlampen mussten abmontiert werden, der Strom wurde ausgeschaltet. Auf drei Geschossen hat die FFZ das Wasser mit einem Sauger aufgenommen.

Was ist passiert? Das Museumsgebäude, das der Stadt Zug gehört, wird gegenwärtig renoviert. Die Umbauarbeiten der Liegenschaft sind bereits weit fortgeschritten. Deshalb wurden kürzlich bereits die Installationen für die Brutanstalt angebracht. Diese wurden getestet.

Sicherheitssystem versagte
Zur Ausrüstung gehört auch ein grosser Tank im obersten Geschoss. Dieser wird mit Seewasser gespiesen. «Dieses Wasser wird dann über Leitungen in die Bruttröge und die Zugergläser verteilt», erklärt Franco Keller, Vizepräsident des Zuger Fischereivereins. Und aus diesem dauerbetriebenen Verteilsystem muss nun das Wasser ausgebrochen sein. «Irgendetwas hat dazu geführt, dass das Wasser austreten konnte», so Keller. Eingebaute Sicherheitsvorkehrungen hätten nicht geholfen. «Der genaue Grund wird jetzt abgeklärt.»

Ein grösserer Schaden hätte aber vermieden werden können. Denn die Artikel des Museum seien noch nicht eingeräumt gewesen. «Der Innenausbau hat noch gar nicht angefangen.» Seit Sonntag nun wird das Gebäude getrocknet.

Wie viel dieser Wasserschaden das Museum kosten wird und ob die geplante Neueröffnung vom 28. Juni eingehalten werden kann – für die Beantwortung dieser Fragen sei es noch zu früh, sagt Franco Keller.

Yvonne Anliker / Neue Zuger Zeitung