ZUG: Weniger Straftaten, aber mehr Sexualdelikte

Die Kriminalstatistik der Zuger Polizei zeigt, dass die Straftaten insgesamt um zwei Prozent abgenommen haben gegenüber dem Vorjahr. Laut Statistik nahmen die Zahl der Einbrüche und der Körperverletzungen insgesamt ab. Anzeigen wegen Sexualdelikten hingegen nahmen zu.

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Die Zahl der Sexualdelikte im Kanton Zug hat markant zugenommen (gestellte Szene). (Bild: Keystone)

Die Zahl der Sexualdelikte im Kanton Zug hat markant zugenommen (gestellte Szene). (Bild: Keystone)

Wie die Zuger Polizei informiert, registrierte sie 2012 total 8'213 Straftaten. Dies liege in etwa im Durchschnitt der letzten vier Jahre. Die grössten Veränderungen gegenüber 2011 zeigen die Zahlen in den Bereichen von Einbrüchen, Körperverletzungen, Drogendelikten und Sexualdelikten.

Weniger Einbrüche insgesamt

Die Statistik zeigt mit der Zahl von 557 Einbrüchen im 2012 den tiefsten Stand seit vier Jahren. Die tieferen Einbruchszahlen führt die Zuger Polizei unter anderem auf ihre Kampagne «Kampf dem Einbruch» zurück. Bei der Aktion gegen Dämmerungseinbrüche setzte die Zuger Polizei zahlreiche zivile Patrouillen in den besonders einbruchgefährdeten Gebieten, hauptsächlich in Zug, Baar und Cham ein. Die Zahl der Einbrüche total hat abgenommen, gestiegen ist aber die Anzahl der Einbrüche im Privat- und Wohnbereich.

Schwere Körperverletzungen

Delikte wie Körperverletzungen oder Gefährdung des Lebens haben gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 24 Prozent abgenommen, von 432 auf 328. Die Fälle von schwerer Körperverletzung haben aber massiv zugenommen. Es entspreche einem nationalen Trend, dass die Zahl der Leib-und-Leben-Delikte zwar grundsätzlich abnehme, die Schwere der einzelnen Straftaten jedoch eher zunehme, so die Polizei.

26 Prozent mehr Sexualdelikte

Die Sexualdelikte nahmen im Vergleich zu 2011 um 26 Prozent zu. 2012 wurden 108 Straftaten erfasst. Insbesondere haben die Anzeigen wegen Vergewaltigungen, sexuellen Handlungen mit Kindern und im Bereich der verbotetenen Pornografie stark zugenommen. Bemerkenswert sei, dass sich in Chatrooms eine hohe Anzahl von pädosexuell veranlagten Personen aufhalten und den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen suchen würden.

pd/spe