ZUG: Werden Autofahrer nun abgezockt?

Die Sicherheitsdirektion plant im Budget 2015 zusätzliche 1,7 Millionen Franken an Bussen ein. Polizeikommandant Karl Walker nennt die semistationären Radarmessanlagen als Grund.

Wolfgang Holz
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«Wer sich an die Verkehrsregeln hält, muss nicht damit rechnen, gebüsst zu werden.» (Bild: Wolfgang Holz / Neue ZZ)

«Wer sich an die Verkehrsregeln hält, muss nicht damit rechnen, gebüsst zu werden.» (Bild: Wolfgang Holz / Neue ZZ)

Die Sicherheitsdirektion müsse den Bussenertrag aufgrund der Erfahrungen möglichst realistisch budgetieren, versichert der Polizeikommandant. Für den höheren Betrag macht er die drei semi-stationären Geschwindigkeitsmessanlagen verantwortlich, die bis 2018 die ursprünglich 13 fixen Geschwindigkeitsmessanlagen im ganzen Kantonsgebiet ersetzen werden. «Da längerfristige Erfahrungen noch fehlen, musste der Bussenertrag für 2015 geschätzt werden», so Walker.

Gleichzeitig versichert er, dass die Zuger Autofahrer nun nicht mit deutlich mehr Radarkontrollen rechnen müssten: «Im Gegenteil.» Bald seien eben nur noch die drei neuen Anlagen in Betrieb. Doch Walker erinnert auch daran, dass die signalisierten Geschwindigkeitslimiten auch gelten, wenn sie nicht ständig kontrolliert werden. Und weiter: «Wer sich an die Verkehrsregeln hält, muss nicht damit rechnen, gebüsst zu werden. Und wer geblitzt wird, hat eigenverantwortlich die Höchstgeschwindigkeit und auch die gewährte Toleranz überschritten.»