ZUG: Wie Sepp Keiser unsterblich wird

Der 90-jährige Stadtzuger war Technikpionier und bekannter Kabarettist. Nun wollen ihm Zürcher Künstler zu einem ewigen Leben verhelfen.

Martin Mühlebach
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«Wenig essen – und am Mittag ein Glas Rotwein», sei das beste Rezept um fit zu bleiben, sagt Sepp Keiser. Er ist vor kurzem 90 Jahre alt geworden. (Bild Christian H. Hildebrand)

«Wenig essen – und am Mittag ein Glas Rotwein», sei das beste Rezept um fit zu bleiben, sagt Sepp Keiser. Er ist vor kurzem 90 Jahre alt geworden. (Bild Christian H. Hildebrand)

«Ich mag Leute, die Neues in Angriff nehmen und ihre Ideen verwirklichen», sagt Sepp Keiser, der vor kurzem seinen 90. Geburtstag feierte. Deshalb habe er auch spontan zugesagt, als er von der Zürcher Internetkunstfirma Etoy angefragt worden sei, ob er als Testpilot des Projekts «Mission Eternity» mitmache. Dabei gehe es um nicht weniger, als um ein ewiges Leben im Internet – in interaktiven Datenkapseln auf Tausenden von Rechnern und Mobiltelefonen. Wie die Macher sagen, handelt es sich dabei um eine Art Begräbnisform der Zukunft.

Mit dem Zuger Sepp Keiser hat Etoy einen Mann ausgewählt, der auf eine berufliche Karriere zurückblickt, die sich wie ein Märchen aus Tausend und einer Nacht ausnimmt. Nach der Rekrutenschule in Luzern hat Keiser ein Inserat gesehen, in dem die soeben gegründete Rentsch AG einen Aussendienstmitarbeiter für den Verkauf von Fototechnischen Bürogeräten suchte. Keiser wurde eingestellt und schrieb Geschichte. Er verkaufte als erster damals noch unbekannte Kopiergeräte und Mikrofilme. Zwei Jahre lang war er Lobbyist im Bundeshaus Ost in Bern, wo er in den 60er-Jahren fast im Alleingang die rechtliche Gültigkeit von Mikrofilmkopien durchsetzte. Nebst seiner beruflichen Tätigkeit als Technikpionier machte sich Sepp Keiser auch einen Namen als Manager, Schauspieler und Kabarettist.

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