ZUG: Wieviel Zuger Regierungsräte nebenbei verdienen

110'000 Franken: Soviel haben die Zuger Regierungsräte im letzten Jahr aus nebenamtlichen Tätigkeiten eingenommen. Die allermeisten Einnahmen fliessen in die Staatskasse.

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Der Regierungsrat des Kantons Zug (von links): Stephan Schleiss (SVP), Heinz Tännler (SVP), Beat Villiger (CVP), Manuela Weichelt (Grüne), Peter Hegglin (CVP), Matthias Michel (FDP) und Urs Hürlimann (FDP). (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Regierungsrat des Kantons Zug (von links): Stephan Schleiss (SVP), Heinz Tännler (SVP), Beat Villiger (CVP), Manuela Weichelt (Grüne), Peter Hegglin (CVP), Matthias Michel (FDP) und Urs Hürlimann (FDP). (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

2014 kamen im Kanton Zug aus nebenamtlichen Tätigkeiten der Regierungsräte 110'000 Franken zusammen. Für die meisten Mandate gibt es jedoch keine Entschädigung. Der allergrösste Teil dieser Einnahmen kommt aber in die Staatskasse. Lediglich Sitzungsgelder bis zu 300 Franken pro Sitzung sowie Entschädigungen für besondere Funktionen gehören dem Regierungsrat.

Am meisten Geld steuerte Baudirektor Heinz Tännler (SVP) in die Staatskasse, nämlich 56'000 Franken, gefolgt von Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel (FDP) mit 41'000 Franken und Finanzdirektor Peter Hegglin (CVP) mit 12'000 Franken. Von Sicherheitsdirektor Beat Villiger (CVP) flossen 3000 Franken in die Staatskasse, von Gesundheitsdirektor Urs Hürlimann (FDP) waren es 800 Franken. Von den drei Regierungsräten Stephan Schleiss (Bildungsdirektor, SVP) und Manuela Weichelt-Picard, Vorsteherin der Direktion des Innern (Alternative - Die Grünen) floss kein Geld in die Staatskasse.

Mit 12'700 Franken darf Peter Hegglin am meisten Geld aller Zuger Regierungsräte behalten. Weitere Entschädigungen haben erhalten: Heinz Tännler (8400 Franken), Matthias Michel (4500 Franken), Beat Villiger (1800 Franken), Urs Hürlimann (800 Franken), Manuela Weichelt-Picard (450 Franken). Keine Entschädigung kassierte Stephan Schleiss.

«Gerade als kleiner Kanton ist es wichtig, dass wir unsere Stimme auch in überregionalen Gremien einbringen können», erklärt Landammann Heinz Tännler die Bedeutung des Einsatzes ausserhalb der eigentlichen Regierungstätigkeit. Und weiter lobt er das Engagement seiner Kollegin und Kollegen: «Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich. Zum Wohl unseres Kantons engagieren wir uns in zahlreichen Gremien».

Die Zuger Regierung veröffentlicht seit jeher die Mandate, Nebenämter und weitere Mitgliedschaften oder Tätigkeiten ihrer Mitglieder. Seit 2014 enthält die Liste auch Angaben zum zeitlichen Aufwand und zur finanziellen Entschädigung der einzelnen Mandate.

Hinweis: Die Liste mit den Mandaten, Tätigkeiten und Interessenbindungen »

pd/rem