Zug will Pensionskasse ausfinanzieren

Die Zuger Pensionskasse (PK) soll künftig nach dem System der Teilkapitalisierung geführt werden. Mit der Totalrevision des Pensionskassengesetzes schlägt der Regierungsrat vor, dass der Kanton die Beiträge bestimmt und der PK-Vorstand die Leistungen festlegt.

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Gemäss Bundesgesetz können öffentlich-rechtliche Pensionskassen, welche die Anforderungen der Vollkapitalisierung nicht erfüllen und für die eine Staatsgarantie besteht, nach dem System der Teilkapitalisierung geführt werden. Voraussetzung dafür ist ein Finanzierungsplan, der das finanzielle Gleichgewicht langfristig sicherstellt.

Diesen Weg will der Zuger Regierungsrat mit der Teilrevision des Pensionskassengesetzes beschreiten, wie er am Mittwoch mitteilte. Mit einem Umlagebeitrag soll mittel- bis langfristig ein Deckungsgrad von 100 Prozent erreicht und eine genügende Wertschwankungsreserve geschaffen werden. Ende 2011 betrug der Deckungsgrad der Zuger PK 92,1 Prozent.

Der Gesetzesentwurf sieht weiter vor, die Zeitspanne für den Beginn der Altersrente auf 58 bis 70 Jahre auszuweiten. Die Sparbeiträge betragen für die einzelnen Altersgruppen zwischen 12 und 26 Prozent. Dazu kommen 0,5 Prozent für den Teuerungsfonds und 1,4 Prozent für den Umlagebeitrag. Bei diesen Parametern beträgt das Verhältnis Arbeitgeber-/Arbeitnehmerbeiträge 63 zu 37 Prozent.

Der Kanton sowie die angeschlossenen Gemeinden sollen auch in den nächsten Jahren für die Zuger PK haften. Die Staatsgarantie entfällt, wenn die PK die Anforderungen der Vollkapitalisierung erfüllt und zusätzlich eine genügende Wertschwankungsreserve ausweisen kann.

Weniger Rente

Die versicherungstechnischen Annahmen gehen davon aus, dass die Lebens-, beziehungsweise Ehegattenrente, die heute 45 Prozent des versicherten Lohnes beträgt, auf 40 Prozent gesenkt wird. Der Umwandlungssatz wird stufenweise auf 6 Prozent reduziert.

Die Revision des Pensionskassengesetzes sei zwingend, heisst es in der Mitteilung. Als Gründe dafür nennt der Regierungsrat unter anderem die geänderten bundesrechtlichen Vorgaben, anhaltend tiefe Zinsen, Verwerfungen an den Kapitalmärkten sowie flexiblere Arbeitszeitmodelle und Entlöhnungen.

Ende 2011 waren 6417 Personen von 108 Institutionen und 2276 Personen der kantonalen Verwaltung und kantonalen Anstalten bei der Zuger PK versichert. Auf 8693 aktive Versicherte kamen 2175 Rentnerinnen und Rentner.

sda