Zug will Rehabilitierung auch für Verdingkinder

Der Zuger Regierungsrat begrüsst die Rehabilitierung administrativ versorgter Personen. Dabei geht es um Menschen, die bis 1981 wegen "Liederlichkeit" oder "lasterhaftem Lebenswandel" ins Gefängnis mussten, ohne straffällig geworden zu sein.

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Zug. Der Erlass zur Rehabilitierung administrativ versorgter Personen ermögliche es, das begangene Unrecht als solches anzuerkennen und moralische Wiedergutmachung zu leisten, schreibt der Regierungsrat in seiner am Mittwoch publizierten Stellungnahme an den Bund. Der Gesetzesentwurf geht auf eine parlamentarische Initiative von Ständerat Paul Rechsteiner (SP, SG) zurück.

Die Zuger Regierung möchte den Geltungsbereich des Gesetzes noch erweitern. So sollen nicht nur Menschen, die administrativ versorgt wurden, von der Rehabilitierung profitieren können, sondern auch Betroffene anderer fürsorgerischer Massnahmen wie Verding- und Heimkinder sowie Opfer von Zwangssterilisationen und -kastrationen. (sda)