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ZUG: «Wings for Life World Run»: Sportliches Engagement für ein grosses Ziel

4088 Läufer starteten gestern am «Wings for Life World Run» in Zug, um Geld für die Rückenmarkforschung zu sammeln. Der Grossanlass war ein voller Erfolg. Auch etliche Prominente nahmen daran teil.
Haymo Empl
Impression vom «Wings for Life Run» in Zug. (Bild: Maria Schmid)

Impression vom «Wings for Life Run» in Zug. (Bild: Maria Schmid)

«Laufe für die, die es nicht können», lässt sich der Sportevent vom Sonntag zusammenfassen. Denn bereits zum fünften Mal rannten am «Wings for Life World Run» Hobby- und Profi-Läufer für die Rückenmarkforschung, damit Querschnittslähmung irgendwann heilbar wird. Der Anlass am Sonntag beim Bossard-Areal in Zug mobilisierte die Massen, 4088 Menschen sind für den guten Zweck gerannt.

Originelles aber nicht unwichtiges Detail: Beim Wings for Life World Run gab es keine Ziellinie, sondern ein «Catcher-Car», der eine gute halbe Stunde nach dem Start losgefahren ist. Wer vom Auto eingeholt wurde, musste das Rennen beenden. Die Läufer wurden also quasi von der Ziellinie verfolgt, was für viele zusätzlichen Ansporn gab. Am Steuer dieser fahrenden Ziellinie sass der 10-fache Weltcup-Sieger im Degenfechten, Max Heinzer. Dieser erhöhte die Geschwindigkeit nach und nach.

Auch sonst war gestern viel Prominenz mit dabei, beispielsweise Triathletin Daniela Ryf. «Wir alle möchten auf das Thema Rückenmarkverletzungen aufmerksam machen. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass diese eines Tages heilbar sind», so die Triathlon Meisterin. «Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es sein muss, nicht mehr laufen zu können. Wenn die Forschung mit voller Kraft daran arbeitet, müsste eine Heilung eines Tages möglich sein».

Daniela Ryf wollte mit ihrer Teilnahme primär motivierend wirken: «2014 habe ich aus Spass bereits am Lauf teilgenommen und bin einfach so 45 Kilometer gelaufen. Da der Termin gut in meine Planung passte, wollte ich unbedingt noch einmal teilnehmen».

Spontanes Konzert vor dem Start

Weniger sportlich aber ebenfalls motiviert ging es Luca Hänni an. «Ich bin eben erst aus dem Ausland zurückgekommen und habe kaum geschlafen – ich habe mir für heute kein sportliches Ziel gesetzt», so der Popstar. Sein Gratis-Konzert vor dem Start kam gut an und zusammen mit Daniela Ryf und dem zahlreich anwesenden Publikum kam es zu einer spontanen «Motivationswelle» - damit der Start um 13 Uhr für alle etwas leichter fiel. Gleichzeitig rannten rund um den Globus an die 80 000 Läufer.

Die Sportlerin Manuela Schär war am Sonntag ebenfalls Botschafterin des Laufs und hatte auch aktiv teilgenommen. Sie gewann bereits unzählige Marathons, beispielsweise den «TCS New York City Marathon» im letzten Jahr. Im Alter von acht Jahren verunfallte Manuela Schär auf dem Spielplatz und ist seither Paraplegikerin. «Ich finde es einfach wichtig, dass mit einem solchen Event die Bevölkerung auf die Problematik an sich aufmerksam gemacht wird und daher ist das eine tolle Sache», sagte die 33-jährige Athletin. «Nach wie vor ist es so, dass Menschen im Rollstuhl im Alltag diskriminiert werden, vielleicht hilft, ein solcher Anlass nicht nur die Forschung zu unterstützen, sondern auch, um Vorurteile abzubauen», so Schär. Den Event in Zug gewann der Schwede Niklas Sjöblom. Er wurde nach 70,1 Kilometer eingeholt. Beste Frau war die Kroatin Nikolina Šustin. Mit ihren 53,7 Kilometer wurde sie sogar weltweit Zweite.

Haymo Empl

redaktion@zugerzeitung.ch

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