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ZUG: «Wir haben die gleiche Wellenlänge»

In der Herti sind am Samstag die ersten Besucher an die 45. Zuger Messe geströmt. Dort wollen die beiden wichtigsten Gäste mit Bildern sowie einem Projekt auf sich aufmerksam machen.
Charly Keiser
Gäste im Fokus: Trio «Natur pur» mit Daniel Schmidig, Beny Betschart, Christan Gwerder und Othmar Reichmuth (links) sowie Dolfi Müller und Fabienne Bamert (rechts). Bilder: Werner Schelbert (Zug, 22. Oktober 2016)

Gäste im Fokus: Trio «Natur pur» mit Daniel Schmidig, Beny Betschart, Christan Gwerder und Othmar Reichmuth (links) sowie Dolfi Müller und Fabienne Bamert (rechts). Bilder: Werner Schelbert (Zug, 22. Oktober 2016)

Zum ersten Mal überhaupt ist der Kanton Schwyz als Gast an der Zuger Messe. Eine erstaunliche Angelegenheit. Sind doch schon vor 150 Jahren viele Schwyzer mit ihren Erzeugnissen an den Markt nach Zug gefahren, um dort Handel zu treiben. Wer einen Blick in den Messeführer wirft, sieht etliche Firmen aus dem Kanton Schwyz, die als Aussteller ihre Waren oder Dienstleistungen feilbieten. Gut möglich, dass die Selbstverständlichkeit des Handels und die vielen Ähnlichkeiten bislang einen früheren Besuch der Schwyzer Nachbarn an der Zuger Messe verhindert haben.

«Wir haben viele Gemeinsamkeiten, und unsere Beziehung befindet sich auf einem Höhenflug», bestätigt der Schwyzer Landammann Othmar Reichmuth an seiner Rede bei der feierlichen Eröffnung der 45. Zuger Messe. Es sei eine grosse Ehre, dass sich der Kanton Schwyz an Zugs Messe vorstellen könne – und er tue dies primär virtuell. Das Motto der Messe heisse «ächt Schwyz». «Und da dies mit Worten nur schwer zu erklären ist, haben wir dafür Bilder gewählt.»

Fremd sei man sich allerdings nicht. «Haben Sie gewusst, liebe Zuger, dass wohl in jeder Zuger Kirschtorte Schwyzer Chriesi drin sind?», fragt Reichmuth. «Und dass täglich rund 5000 Schwyzer in den Kanton Zug zur Arbeit fahren?» Der Schwyzer Landammann betont die guten Beziehungen der Gegenwart und die zahlreichen Gemeinsamkeiten. «Wir beide prosperieren, sparen wie verrückt und ächzen aufgrund der NFA-Last.» Schwyz und Zug verstünden sich als wichtiger Teil der Zentralschweiz, seien aber auch Teil des Metropolitanraums Zürich. «Wir haben die gleiche Wellenlänge.» Als Beispiel nennt der CVP-Politiker die 2018 in Muotathal stattfindende Kanu-Weltmeisterschaft «auf Schwyzer Boden und von Zugern organisiert.»

Neun Tage lang Dorf statt Wirtschaftsmetropole

Er freue sich darauf, dass die Wirtschaftsmetropole Zug dank der Zuger Messe für neun Tage zum Dorf werde, sagt Gesundheitsdirektor Martin Pfister, der die Grussworte der Zuger Regierung überbringt und die Messe offiziell eröffnet. Die Zuger Messe entspreche dem Lebensgefühl der Zuger, und wie beim Stierenmarkt könne der Gegensatz kaum grösser sein.

Die Messe sei das Hochamt der ­Zuger Wirtschaft, und Pfister vergleicht die jährliche Zuger Wallfahrt an Auffahrt ins schwyzerische Einsiedeln mit der «täglichen Prozession» der Tausenden Schwyzer, die in Zug einer Arbeit nachgehen. Pfister lobt den Einsatz und Pioniergeist der drei Detaillisten, die vor 45 Jahren aus der serbelnden Herbstmesse die Zuger Messe gemacht haben.

Pfister vergleicht die Situation mit heute. «Zug geht es gut, aber es stehen grosse Herausforderungen an. Diese sind nur mit Fleiss, Schlauheit und keiner Abgehobenheit zu meistern. So, wie es die drei Gründer der Zuger Messe vorgemacht haben.» Der Regierungsrat setze alles daran, dass Zug ein attraktiver Standort bleibe, betont der Gesundheitsdirektor. «Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Erleben der innovativen Zuger Wirtschaft an der Messe und den Gesprächen um die weitere Gestaltung unseres Kantons.»

«Mit dem Ship of Tolerance zeigen wir etwas ganz Besonderes»

Auch der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller stand Moderatorin Fabienne Bamert an der Eröffnung Red und Antwort. Als Gast an der Messe in der eigenen Gemeinde müsse man sich doch sicher etwas einfallen lassen, will sie zum Beispiel wissen. Er antwortet: «Ja, mit dem Ship of Tolerance, das uns das Zuger Kunsthaus zur Verfügung stellt, zeigen wir den Messebesuchern etwas ganz Besonderes. Das Schiff sei in Zug mit seinen einmaligen Sonnenuntergängen so gut zur Geltung gekommen, wie noch nie zuvor. «Weder aus New York, Venedig noch aus Havanna gibt es solch eindrucksvolle Bilder des Schiffs, wie aus Zug.»

Noch nie hätten so viele Bundesparlamentarier einer Eröffnung beigewohnt, freut sich Messe-Verwaltungsratspräsident Paul Twerenbold. «Mit Petra Gössi und Gerhard Pfister sind heute sogar zwei Schweizer Parteipräsidenten hier.»

Hinweis

Lesen Sie unser Dossier unter:

www.zugerzeitung.ch/zugermesse

Charly Keiser

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