ZUG: WM-Spiele im Freien gibts nur mit Auflagen

Der Zuger Stadtrat hält an seinen Regeln zu Übertragungen von Spielen im Freien fest. Eine Ausnahme will er aber prüfen.

Samantha Taylor
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Für das zeigen von WM-Spielen im Freien (hier beim Bahnhof) braucht es in der Stadt Zug eine Bewilligung. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Für das zeigen von WM-Spielen im Freien (hier beim Bahnhof) braucht es in der Stadt Zug eine Bewilligung. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Noch knapp zwei Wochen dauert es, bis die Fussballweltmeisterschaft in Brasilien angepfiffen wird. Das Sportspektakel lässt auch die Stadt Zug nicht kalt. Denn auch ohne Public Viewing dürfte während der gut vier Wochen einiges los sein. Zahlreiche Restaurants haben bei der Stadt bereits eine Bewilligung für die Liveübertragung im Freien eingeholt, weitere werden die Spiele ausserdem in ihren Innenräumen zeigen.

Dass die Wirte, die draussen einen Fernseher aufstellen, einige Auflagen erwartet, hat den FDP-Gemeinderat Rainer Leemann veranlasst, beim Stadtrat eine kleine Anfrage einzureichen. Leemann wollte darin unter anderem wissen, warum der Stadtrat nicht allen Gastbetrieben automatisch eine Pauschalbewilligung für die Übertragung der Spiele im Freien erteile. Weiter fragte er, weshalb die Bildschirmdiagonale der Fernsehgeräte maximal 3 Meter betragen dürfe und weshalb unter «normalen Umständen» nicht aber während der Weltmeisterschaft ein Grill aufgestellt werden könne (wir berichteten). Er sei der Meinung, dass man das ganze Verfahren hier etwas einfacher hätte lösen können, äusserte Leemann gegenüber unserer Zeitung.

Der Stadtrat hat inzwischen zu den Fragen Stellung genommen – und dabei aufgezeigt, dass die Sache mit den Bewilligungen nicht ganz so einfach ist. Nur die Spiele, die am 22 Uhr angepfiffen werden, können draussen genehmigt werden – spätere Spiele dagegen nicht: Es sei denn, so der Zuger Stadtrat, die Schweiz ziehe ins Halbfinale oder gar ins Finale ein.