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ZUG: Workshop Jugendanimation Zug: Digitalisierung zum Selberbauen

Die Jugendanimation Zug (JAZ) lässt Jugendliche Technik erleben und lädt zum DIY-Workshop. Löten, verkabeln und kräftig Heissleim auftragen gehören dazu und werden Teil eines grösseren Ganzen.
Wolfgang Meyer
Ramon Studer (links) und Matthias Mischler beim Löten. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 8. Dezember 2017))

Ramon Studer (links) und Matthias Mischler beim Löten. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 8. Dezember 2017))

Wolfgang Meyer

redaktion@zugerzeitung.ch

In der i45 herrscht geschäftiges Treiben. Mehrere Jugendliche zwischen zwölf und neunzehn Jahren tummeln sich um die beiden Fachspezialisten Kilian Bieri und Ramon Studer. Die beiden machen im dritten Lehrjahr eine Elektronikerlehre und zeigen den Besuchern des Workshops heute, was wie wo zusammengelötet, geklebt und gesteckt werden muss. Statisches Rauschen und verschiedene Tracks aus der Hitparade mischen sich mit den Stimmen der jungen Bastler, und zeitweise klingt das Ganze ziemlich anstrengend. Doch das scheint hier niemanden zu stören. Wo es noch rauscht, liegt noch was im Argen. Wo schon Beats aus den Boxen tönen, wurde ordentlich gelötet.

«Die meisten löten besser, als ich es erwartet hätte», gesteht Bieri. Der 18-Jährige ist Mitglied des Vereins der Zuger Jungfilmer «Team Z», der beim JAZ sein Zuhause gefunden hat. Als er von dem Do-it-yourself-Workshop hört, bietet er an, mitzuhelfen. Er bringt auch die Idee mit den Musikboxen in die Runde. Um ihn optimal auf seine Aufgabe vorzubereiten, vermittelt ihm das JAZ ein Coaching von Felix Bänteli, einem versierten Tüftler und Musiker des Musikateliers Badabum und dem «Labor Luzern», das Film-, Technik- und Bastelworkshops anbietet. «Zusammen mit Felix haben wir auch die Leiterplatten selber geätzt, die wir heute im Workshop verwenden», erzählt Bieri. Den Rest des DIY-Kits haben sie im Internet bestellt. Schalter, LED, Batterie, Kabel, Lautsprecher etc. Mit dampfendem Lötkolben und konzentrierten Gesichtern sitzen sie nun da und bauen zusammen, was später klingen soll. Boxen aus Pringles­packungen, Bierdosen und EVZ-Trinkflaschen als Resonanzkörper. Jeder mit dem, was er mitbringt. Upcycling im Jugendtreff.

Breites Angebot

Der Workshop war Teil der Veranstaltungsreihe «Sicher und entspannt durch die digitale Welt» der Drehscheibe, einer Vereinigung von verschiedenen Partnern aus staatlichen und privaten Institutionen, die zusammen aktuelle soziale Themen bearbeiten. Zurzeit steht die Digitalisierung auf dem Plan. «Verschiedene unserer Partner von der Drehscheibe organisierten einen Beitrag in Bezug auf ihr eigenes Zielpublikum», erzählt die soziokulturelle Animatorin des JAZ, Conny Egger. Zusammen mit Susanne Manz von der Zuger Bibliothek leitet sie das Projekt der Drehscheibe. So organisierte etwa der Verein Schule & Elternhaus Kanton Zug zusammen mit der Zuger Polizei vergangenen November einen Vortrag zum Thema «Tatort Internet», in dem sie Präventionsansätze im Umgang mit digitalen Medien besprachen. Am 20. Januar laden die Bibliothek Zug und Zistig.ch zum Minecraft-Workshop für Eltern und Kinder, und im März veranstaltet das Amt für Gesundheit einen allgemeinen Gameworkshop für nichtspielende Eltern. «Uns war es mit unserem Beitrag vor allem ein Anliegen, auch die Chancen und nicht ausschliesslich die Risiken der Digitalisierung zu thematisieren», meint Egger.

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