ZUG: Zahlreiche Einsprachen gegen Asylunterkunft in Baar

Gegen die geplante Asylunterkunft in Baar sind Einsprachen von 70 Anwohnern und Gewerbetreibenden aus den angrenzenden Quartieren eingegangen. In der Unterkunft Obermühle-Areal sollen bis im kommenden Herbst 100 Asylsuchende einziehen.

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Auf der Wiese bei der Obermühle in Baar soll ein Modulbau für Flüchtlinge aufgestellt werden (Archivbild). (Bild: Stefan Kaiser / ZZ)

Auf der Wiese bei der Obermühle in Baar soll ein Modulbau für Flüchtlinge aufgestellt werden (Archivbild). (Bild: Stefan Kaiser / ZZ)

Die betroffenen Anwohner erachteten es als grundsätzlich falsch, solche Asylzentren mitten in Dörfern und Städten zu bauen. Wie die SVP Baar in einer Mitteilung schreibt, begrüsst die Partei den Widerstand der Anwohner. Sie habe schon immer vor einem "Kriminalitätsimport" in die Gemeinde gewarnt.

Der Gemeinderat wird aufgefordert, erst gar keinen Entscheid über das Baugesuch zu fällen, sondern die Bauherrschaft in Gesprächen davon zu überzeugen, das Baugesuch zurückzuziehen.

Anfang Februar hatten bereits zwei SVP-Kantonsräte in einem "offenen Brief" die Errichtung des Gebäudes auf dem vorgesehenen Gelände als bundesrechtswidrig bezeichnet. Das Grundstück bei der Spinnerei an der Lorze gehöre gemäss Bundesarchiv der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) zum Ortsbild von nationaler Bedeutung.

Der Kanton Zug hatte den Bau der Asylunterkunft öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt die Hotz Obermühle AG, die ein dreigeschossiges Gebäude mit 17 Wohnungen realisieren will. (sda)