ZUG: Zahlt der Kanton Zug bald für Arztpraxen?

Weil viele Ärzte bald pensioniert werden, braucht es Massnahmen gegen einen Mangel. Erstmals präsentiert nun der Gesundheitsdirektor seine Ideen.

Christian Glaus
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Die Zahl der Haus- und Kinderärzte wird im Kanton Zug abnehmen (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Die Zahl der Haus- und Kinderärzte wird im Kanton Zug abnehmen (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Noch ist die medizinische Grundversorgung im Kanton Zug gewährleistet. Auf rund 117'000 Einwohner kommen 90 Haus- und Kinderärzte. Doch deren Zahl wird in den nächsten Jahren stetig abnehmen, weil es an Nachwuchs mangelt. «Wenn wir nicht handeln, werden in 15 Jahren 40 Prozent der heutigen Hausarztbesuche nicht mehr abgedeckt sein», sagt der Zuger Gesundheitsdirektor Urs Hürlimann.

Nach der Abstimmung über die medizinische Grundversorgung am 18. Mai lanciert Hürlimann die «Zuger Gespräche zur ärztlichen Gesundheitsversorgung». Dabei wird er auch Ideen einbringen, die er bereits geprüft hat. Dazu gehören:

  • Steuerliche Vorteile für Hausärzte
  • Anschubfinanzierung für Arztpraxen
  • Finanzielle Beteiligung an einem Lehrstuhl für Hausarztmedizin an der Universität Zürich

Zudem seien bereits Arbeiten im Gang, die den Beruf der medizinischen Praxisassistenten stärken. Das Sie sollen in den Praxen mehr Verantwortung übernehmen.

Wenn der Gesundheitsdirektor seine Ideen umsetzen will, ist er auf die Unterstützung des Kantonsrats angewiesen. Er ist sich bewusst: «Wir müssen noch viel Überzeugungsarbeit leisten.»