Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUG: Zug lässt sich nun auch auf einer Achse erkunden

Rechtzeitig auf die Ferien hin bietet Zug Tourismus neuartige Stadtführungen an. Ein Helm darf dabei keinesfalls fehlen.
Charly Keiser
Die erste Fahrt mit dem Segway macht Jeannine Anderegg sichtlich Spass. (Bild Stefan Keiser)

Die erste Fahrt mit dem Segway macht Jeannine Anderegg sichtlich Spass. (Bild Stefan Keiser)

Wer erstmals einen Segway mit Fahrer in Aktion sieht, staunt: Zwei Räder neben und nicht hintereinander, und trotzdem hat der Lenker offenbar keine Mühe, einen Fall nach vorn oder hinten zu vermeiden. Vielen kommen dabei wohl Bilder mit amerikanischen Polizisten in den Sinn, die mit solchen futuristischen Dingern in Fussgängerzonen herumflitzen.

Trendgefährt nun auch in Zug

Vorbei ist die Zeit, in der Segways nur im Fernsehen zu sehen sind (siehe Box). Seit Ende 2008 finden etwa in Zürich Stadtrundfahrten mit Segways statt, und seit Anfang Monat kann nun auch die Stadt Zug mit dem einachsigen Gefährt erkundet werden. Möglich macht dies die Organisation Zug Tourismus, die neu eine Segway-City-Tour anbietet. Dieses geführte Angebot soll einen einmaligen und anderen Einblick in die Stadt Zug ermöglichen, wirbt die Organisation.

Bevor die ersten Touristen auf die Gefährte gestiegen sind, haben sich die Touristikfachleute kürzlich selber von den Segways überzeugen können. So auch Jeannine Anderegg, verantwortlich für Anlässe bei Zug Tourismus, die pfeilschnell auf dem Platz hinter dem Hafenrestaurant in Zug herumflitzt. Rolf Egg aus Würenlos hat bislang mit seiner Firma Segway City Tours die Stadtrundfahrten in Zürich, Bern, Genf, Basel und Winterthur ermöglicht. «Ich freue mich, mit Zug eine weitere ideale Stadt für die Touren anbieten zu können», betont Egg.

Natürlich führe er die Touren nicht selber, ergänzt Egg und lacht. Vielmehr stelle er nur die Segways und Know-how zur Verfügung. Und in Zug ist zudem eines ganz speziell, verrät Egg. «Denn die Tour Guides sind absolute Könner und Koryphäen – und zwar europaweit», wie Egg betont. «Die Segway-Schrauber», heisst die Interessengemeinschaft und Hobby-Werkstatt in Rotkreuz, von Gilbert Mathieu aus Baar und dem Rotkreuzer Chrigel Reber. Die beiden sind Segway-Fans der ersten Stunde, und zu ihnen pilgern Segway-Besitzer aus ganz Europa. Denn die beiden geniessen als Mechaniker und Elektroniker mit grössten Erfahrungen mit den Einachsern ein Toprenommee – und dies tatsächlich in ganz Europa. «Wir tüfteln oft und umfangreich an technischen Neuerungen sowie wo und wie man mit einem Segway überall fahren kann», sagt Ma­thieu. Er sagt, warum die Segways bald auch Zug so richtig erobern könnten. Seit dem 1. Juni würden Segways im Strassenverkehrsgesetz gleich wie Velos behandelt, erklärt er. Das ermögliche den Segway-Fahrern, die Velostreifen zu benutzen. «Es ist natürlich ein Riesenvorteil, wenn wir nicht mehr nur auf der Strasse fahren dürfen», sagt der Baarer.

Weniger gefährlich als Biken

Mit 20 Kilometern Höchstgeschwindigkeit und mit dem Tragen eines Helms sei Segway-Fahren ungefährlicher als Biken und Velofahren, ergänzt Mathieu. Und wie jeder auf Youtube nachschauen kann, fahren wir Segway-Schrauber selbst den Zugerberg und Gubel hoch und sind auch auf Schotterwegen sicher und zügig unterwegs.»

«Die Zukunft des Stadtverkehrs»

Dem Segway gehöre die Zukunft des Verkehrs in den Städten, prophezeite 2011 Apple-Legende Steve Jobs; und Venture-Capital-Koryphäe John Doerr glaubte, dass die gleichnamige Firma Segway Incorporated in kürzester Zeit Milliardenumsätze erreichen werde. Erfinder des «Segway Personal Transporters» ist der amerikanische Erfinder Dean Kamen, der zuvor schon den Elektrorollstuhl iBot entwickelt hatte.
So schnell und rosig, wie Jobs, Doerr und auch Amazon-Boss Jeff Bezos die Zukunft des Segways voraussahen, ging, oder besser, geht es nicht. Der Entwicklung hinderlich ist der mit rund 10 000 Franken hohe Preis des Einachsers. Auch der nach etwa drei Jahren fällige Ersatz des Akkus kommt mit 1500 Franken nicht billig zu stehen.

Verkauf an chinesische Firma

Nach Patentstreitigkeiten hat der chinesische Konkurrent Ninebot 2015 die Firma Segway aufgekauft. Mittlerweile arbeitet auch die Konkurrenz an selbstbalancierenden Fahrzeugen.

Neu gibts auch Töffli-Touren

Ebenfalls seit diesem Frühling vermittelt Zug Tourismus Töffli-Touren der Firma Event & More. «Die Leute kommen aus der ganzen Schweiz nach Zug, um unser Paradies mit dem Töffli zu erkunden», schwärmt Event-&-More-Chef Willy Wermelinger, der für Gruppen von 4 bis 30 Personen eine Fahrt mit dem Kultuntersatz organisiert.

Sympathiebonus

Als Töffli-Ausflügler geniesse man einen Sympathiebonus; denn viele würden sich beim Anblick
der Zweiräder an ihre Jugendjahre erinnern, verrät Wermelinger und ergänzt: «Mit Helm und Tempo 30 ist die Fahrt fast gefahrlos.»

Hinweis

Interessante Links: www.zug-tourismus.ch/de/, www.segway.com (englisch), www.segwaycitytours.ch, www.event-more.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.