ZUG: Zug verordnet seinen Vögeln eine Diät

Füttern mit altem Brot ist gut gemeint, bekommt den gefiederten Freunden aber nicht. In Zug macht jetzt eine Kampagne auf das Fütterungsproblem aufmerksam.

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Enten und Schwäne füttern bekommt den Tieren nicht. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Enten und Schwäne füttern bekommt den Tieren nicht. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Wer sein altes Brot verfüttert, muss ein Tierfreund sein. Falsch, sagt Stadtökologe Bruno Trüssel. Enten, Schwäne oder Tauben kommen einem wohl zutraulich entgegen – und mögen den Eindruck erwecken, als wären sie dauernd hungrig. «Dieser Eindruck täuscht, denn sie finden in der Natur genug Nahrung.»

Altes Brot stellt für die Tiere eine zu einseitige Ernährung dar, was zu Mineralstoff- und Vitaminmangel führt und Tauben, Enten und Co. anfälliger macht für Krankheiten und Parasiten. Ihr Bestand wächst, doch der Lebensraum bleibt gleich gross. «Auf Wildtiere hat das Füttern immer negativen Einfluss», sagt Peter Ulmann, Leiter des kantonalen Amts für Fischerei und Jagd.

In einer Kampagne und mit einer Standaktion am Vorstadtquai wird nun auf das Fütterungsproblem aufmerksam gemacht, um einen gesunden Seevogel- und Taubenbestand zu erhalten.

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.