ZUG: Zug West benötigt dringend mehr Schulraum

In rund zehn Jahren werden im Schulkreis Zug West über 30 Prozent mehr Kinder in die Schule und in den Kindergarten gehen. Der Stadtrat zeigt in einer Gesamtschau auf, wie der zusätzlich benötogte Schulraum geschaffen werden kann.

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Das Schulhaus Riedmatt stösst an seine Kapazitätsgrenzen und soll erweitert werden. (Bild: PD)

Das Schulhaus Riedmatt stösst an seine Kapazitätsgrenzen und soll erweitert werden. (Bild: PD)

Die Infrastruktur im Schulkreis Zug West platzt schon heute aus allen Nähten, in den meisten Schulanlagen in hat es keine freien Zimmer mehr. Zudem sind fast alle übrigen Räume wie Fach- und Gruppenzimmer bereits für Klassenzimmer zweckentfremdet worden. Das Bildungsdepartement ist gefordert, rasch Lösungen zu finden, um für alle Kindergarten-Kinder Platz zu schaffen, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Zug vom Montag.

Auch in Zukunft wird die Bevölkerung im Westen der Stadt rasant wachsen – schneller als noch vor kurzem gedacht. Dies zeigen Zahlen, die das Bildungsdepartement neu hat erheben lassen. Mehrere Bauprojekte werden zügiger und mit mehr Wohneinheiten realisiert, als dies in der letzten Erhebung von 2010 abgeschätzt werden konnte. Heute leben rund 720 Primarschul- und Kindergartenkinder in den Quartieren Herti und Lorzen, in gut zehn Jahren werden es laut den Berechnungen rund 960 sein; das ist ein Drittel mehr.

12 zusätzliche Klassenzimmer benötigt

Konkret heisst das: Im Schulkreis Zug West braucht es in den nächsten zehn Jahren 12 Klassenzimmer mehr. Damit ist es aber nicht getan. «Ein Plus an Klassenzimmern bedeutet immer, dass gleichzeitig auch zusätzliche Fach- und Gruppenzimmer nötig werden. Solche Zusatzräume sind kein Luxus, sondern kantonale Vorgaben und sind für eine funktionierende Schulanlage unerlässlich», sagt Vroni Straub-Müller, Vorsteherin des Bildungsdepartementes.

Ein Projekt zur Erweiterung der Schulanlage Herti wurde vom Grossen Gemeinderat aus Kostengründen abgelehnt. Aus diesem Grund legt der Stadtrat nun einen ergänzten Bericht zur Schulraumplanung mit aktualisierten Berechnungen und einer Gesamtschau vor. Der Bericht kommt zum Schluss, es sei in zwei Geschwindigkeiten zu planen: Demnach soll die Schulanlage Riedmatt in erster Priorität erweitert werden, um dringend benötigten Schulraum für das Quartier Lorzen geschaffen.

Für das Quartier Herti wurden vier Szenarien analysiert: Aus heutiger Sicht drängt sich eine Erweiterung oder ein Neubau auf der Schulanlage Herti auf. Vertieft geprüft wird die Option, ein neues Kleinschulhaus im Gebiet Unterfeld zusammen mit der Gemeinde Baar zu bauen. Die Planung für neuen Schulraum duldet nach Ansicht des Stadtrats keinen Aufschub. Das Bau- und das Bildungsdepartement werden deshalb so rasch wie möglich einen Projektierungskredit für eine Erweiterung der Schulanlage Riedmatt ausarbeiten und dem Grossen Gemeinderat vorlegen. Zu den Kosten können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

pd/zim