ZUG: Zuger Ärzte erhalten bald mehr Geld

Krankenkassen und Mediziner haben sich auf einen neuen Tarif geeinigt. Er steigt um rund 2,5 Prozent.

Christian Glaus
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Eine Ärztin entnimmt dem Patienten Blut. (Symbolbild Pius Amrein / Neue LZ)

Eine Ärztin entnimmt dem Patienten Blut. (Symbolbild Pius Amrein / Neue LZ)

Die Zuger Praxisärzte haben für ihre Arbeit bisher schweizweit am wenigsten verdient. Der Taxpunktwert war mit 80 Rappen so tief wie in keinem anderen Kanton. Nun haben sich die Ärzte mit den Krankenkassen auf einen neuen Tarif geeinigt: Künftig liegt dieser bei 82 Rappen. Für eine normale Konsultation können Hausärzte pro 5 Minuten neu 14.57 Franken verrechnen statt wie bisher 14.20 Franken. Diese Tariferhöhung sei dringend nötig gewesen, sagt Karin Julia Stadlin, Präsidentin der Zuger Ärztegesellschaft: «Der Taxpunktwert im Kanton Zug war seit 1989 – mit Ausnahme eines kurzfristigen Anstiegs – unverändert.» Stadlin betont, dass die Praxisärzte auch mit dem neuen Taxpunktwert nicht reich werden.

Der neue Taxpunktwert ist noch nicht definitiv. Die Verträge zwischen Ärzten und Krankenkassen müssen dem Preisüberwacher vorgelegt werden, danach muss auch der Regierungsrat darüber befinden. Stadlin rechnet mit einem Entscheid Ende Januar oder Anfang Februar. Die Verträge werden rückwirkend auf Anfang Jahr in Kraft gesetzt. Deshalb verschicken die meisten Ärzte vorläufig auch keine Rechnungen mehr. Denn in ihrem System verrechnen sie bereits den höheren Taxpunktwert.