ZUG: Zuger Jugendstrafvollzug arbeitet korrekt

Im Auftrag der Zuger Regierung ist die Tätigkeit des Jugendanwalts unter die Lupe genommen worden. Der Jugendstrafvollzug des Kantons Zug arbeitet korrekt und gesetzeskonform, so das Fazit.

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Marce Bertschi. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Marce Bertschi. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Die Zuger Regierung hat im August 2008 den ehemaligen Zürcher Staatsanwalt Marcel Bertschi und die ehemalige Zürcher Jugendanwältin Elisabeth Schlumpf beauftragt, die Arbeit des Zuger Jugendstrafvollzuges in den Jahren 2005 und 2006 zu prüfen. Der Bericht deckt keine fachlichen Mängel des Zuger Jugendstrafvollzuges auf. Die beiden externen Begutachtenden beurteilen die Vollzugsarbeit des Jugendanwaltes als korrekt, gesetzeskonform und speditiv, wie der Kanton Zug mitteilt.

Festgestellt haben die beiden externen Begutachtenden hingegen, dass im Bereich der Aktenführung und beim allgemeinen Ablauf des Jugendstrafverfahrens vereinzelte Mängel vorhanden waren. Diese wurden in der Zwischenzeit vom Obergericht, das seit 1. Januar 2007 die Aufsicht über den Jugendstraf- und -massnahmenvollzug ausübt, und vom Oberstaatsanwalt bereits behoben.

Hauptsächliche Gründe für die Untersuchung waren zum einen die Vorkommnisse im Amt für Straf- und Massnahmenvoll-zug und zum anderen eine kantonsrätliche Interpellation. Und weil die Sicherheitsdirektion im Frühling 2008 Anzeichen für eine teilweise mangelhafte Aktenführung im Zeitraum von 2001 bis 2006 festgestellt hatte, wollte der Regierungsrat eine Untersuchung, um Sicherheit zu haben, ob Versäumnisse vorliegen.

ost