ZUG: Zuger Kantonalbank mit solidem Ergebnis

Die Zuger Kantonalbank (ZGKB) hat im vergangenen Jahr 61,2 Millionen Franken verdient. Das ist gleich viel wie 2013. Ausgaben im Zuge eines Systemwechsels bei der Pensionskasse und Einnahmen durch die Auflösung von Reserven hielten sich dabei die Waage.

Drucken
Teilen
Das Gebäude der Zuger Kantonalbank an der Baarerstrasse. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Das Gebäude der Zuger Kantonalbank an der Baarerstrasse. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die ZGKB stellte ihre Pensionskassen vom Leistungs- auf das Beitragsprimat um, was den Bruttogewinn um rund einen Fünftel minderte. Dank der Auflösung von Reserven für allgemeine Bankrisiken resultierte unter dem Strich jedoch ein Reingewinn auf Vorjahreshöhe.

Die Aktionäre erhalten eine unveränderte Dividende von 175 Franken je Aktie, wie die ZGKB am Dienstag mitteilte.

Uneinheitliche Entwicklung der Geschäftsfelder

Im wichtigsten Geschäftsfeld, dem Zinsengeschäft, konnte die Bank mit einem Plus von 0,4 Prozent leicht zulegen und erwirtschaftete 155,1 Millionen Franken. Die tieferen Margen konnten laut der ZGKB dank mehr Ausleihungen und einem «aktiven Bilanzmanagement» kompensiert werden.

Die Erlöse aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft gingen dagegen deutlich zurück. Die 39 Millionen Franken entsprechen einem Minus von 6 Prozent. Dabei habe sowohl ein «ruhiges» Handelsgeschäft wie auch ein Rückgang bei den Vertriebskommissionen belastend gewirkt, hiess es.

Im Markt für Finanzierungen habe die Kantonalbank ihre Position dagegen ausbauen können, schreibt das Institut. So legten insbesondere die ausgestellten Hypothekarkredite um 4,4 Prozent zu.

Nicht betroffen von Negativzinsen

Von den Negativzinsen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist das Zuger Institut derzeit nicht betroffen. Es bewegt sich laut Mitteilung noch unterhalb der Freigrenze. Die negativen Libor-Zinssätze machten allerdings Massnahmen zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken wirtschaftlich «äusserst unattraktiv», was sich negativ auf das Zinsergebnis 2015 auswirken könne.

Die Arbeiten am Programm des US-Justizministeriums zur Beilegung des Steuerstreits liefen «planmässig», meldet die ZGKB weiter. Noch sei aber keine Aussage möglich, bis wann das Programm abgeschlossen sein werde. Die Zuger Kantonalbank hatte sich im US-Steuerprogramm in die «Kategorie 2» eingeordnet.

sda