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ZUG: Zuger Kantonsrat will kein Hundegesetz

Im Kanton Zug soll es kein kantonales Hundegesetz geben. Der Kantonsrat hat sich am Donnerstag dagegen ausgesprochen. Wer hingegen die Häufchen seines Hundes liegen lässt, kann künftig mit 100 Franken gebüsst werden.
Der Knaton Zug hätte im Gesetz von einer generellen Leinenpflicht, wie sie etwa der Schwyz kennt, abgesehen. Nun liegt der Ball bei den Gemeinden. (Bild: Keystone)

Der Knaton Zug hätte im Gesetz von einer generellen Leinenpflicht, wie sie etwa der Schwyz kennt, abgesehen. Nun liegt der Ball bei den Gemeinden. (Bild: Keystone)

Die Einführung einer Busse für liegengelassenen Hundekot war im Rat mit 54 zu 13 Stimmen unbestritten. Im Kanton Zug kann bereits mit einer 100-Franken-Busse gebüsst werden, wer Getränkedosen und Take-Away-Verpackungen auf den Boden wirft.

Umstritten war hingegen der grosse Rest des neuen Hundegesetzes. Dieses Gesetz werde keinen einzigen Hundebiss verhindern, hiess es von der FDP. Die vom Kantonstierarzt geforderte rechtliche Handhabung könne auch durch kommunale Erlasse geregelt werden. Die FDP stellte denn auch den Antrag, alles ausser den Änderungen beim Übertretungsstrafgesetzes zu streichen.

Äusserst knapp mit 34 zu 33 Stimmen sprach sich der Kantonsrat für die Streichung aus - dies nachdem das Hundegesetz bereits Anfang Juli Thema im Kantonsrat war. Die zweite Lesung mit Schlussabstimmung findet in einigen Wochen statt.

Liberales Hundegesetz

Die Regierung hatte ein eigenes Hundegesetz vorbereitet, weil aus einem nationalen Hundegesetz voraussichtlich nichts wird. Das Zuger Gesetz wollte dabei auf Eigenverantwortung setzen und die Hundehalter an der langen Leine lassen.

So sollte es etwa eine generelle Leinenpflicht, wie sie etwa der Nachbarkanton Schwyz kennt, im Kanton Zug nicht geben. An die Leine hätten die Vierbeiner nur in Naturschutzgebieten, auf Friedhöfen, auf Schulhaus- und Sportplätzen und im öffentlichen Verkehr müssen. Ansonsten sollten sie ihre Freiheit geniessen.

Selbst in der Schonzeit für Jungwild von April bis Juli sollten die Zuger Hunde lediglich "unter direkter Aufsicht auf kurzer Distanz geführt" werden. Auch sollte es keine Liste für verbotene Rassen geben.

Nun liegt der Ball für Hundereglemente wieder bei den einzelnen Gemeinden. Sechs von elf Gemeinden im Kanton Zug haben bereits ein solches Reglement. (sda)

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