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ZUG: Zuger Maturandin hat geforscht: So kommt Politik bei der Jugend an

Wie gross ist das politische Interesse von Jugendlichen im Kanton Zug? Dieser Frage hat sich Selina Andermatt (18) in ihrer Maturaarbeit angenommen. Sie hat dabei auch neue Ideen entwickelt.
Vanessa Varisco
Das Thema ihrer Maturaarbeit stand für Selina Andermatt schnell fest: Weil sie sich selber sehr für Politik interessiert. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 14. März 2018))

Das Thema ihrer Maturaarbeit stand für Selina Andermatt schnell fest: Weil sie sich selber sehr für Politik interessiert. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 14. März 2018))

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

Schnell stand für Selina Andermatt das Thema ihrer Maturaarbeit fest. Da die 18-jährige Kantonsschülerin selbst sehr an Politik interessiert ist und sich bereits vor der Volljährigkeit damit auseinandergesetzt hat, entschloss sie sich kurzerhand, das Interesse anderer Jugendlicher an der Politik unter die Lupe zu nehmen.

«Das Interesse der Jugendlichen zu erforschen war für mich besonders spannend, und ausserdem war es mir ein Anliegen, Jugendlichen bestehende politische Angebote sowie Informationsquellen näher zu bringen», erklärt Selina Andermatt. So ist eine rund 40-seitige Arbeit entstanden, in welcher sie ihre Befragung der Jugendlichen zum politischen Interesse erläutert, Jungparteien und Informationsquellen vorstellt und in einem letzten Schritt Vorschläge zur Ergänzung des aktuellen Angebots präsentiert.

Nur die wenigsten sind auch aktiv

Mit einem selbst ausgearbeitetem Fragebogen hat die Schülerin das Interesse junger Erwachsener an Politik ermittelt. Die Fragestellungen waren unter anderem, ob und wie sich die Jugendlichen auf dem Laufenden halten, ob Politik ein Thema sei, das im Freundes- und Familienkreis oder der Schule diskutiert wird und ob sich die Jugendlichen vorstellen könnten, selbst politisch aktiv zu werden. «Überrascht hat mich, dass das Interesse von jungen Erwachsenen hoch ist, obschon oftmals das Gegenteil behauptet wird», findet die Schülerin aus Baar. Trotz des grossen Interesses seien aber die wenigsten aktiv in der Politik. Genau hier sieht Selina Andermatt Potenzial zur Ergänzung der bestehenden politischen Angebote.

Neben den Jugendlichen hat die Maturandin ihren Fragebogen auch an einige Zuger Politiker zur Beantwortung versendet. Deutlich wurde dabei, dass die Nachwuchsförderung und die Teilnahme von Jugendlichen am politischen Prozess den Politikern ein Anliegen ist. Grundsätzlich hätten auch sie festgestellt, dass ein Wandel im Interesse der jungen Erwachsenen stattfindet und jene sich vermehrt damit befassen würden. «Es war toll zu sehen, dass Zuger Politiker sich Zeit genommen haben für meinen Fragebogen und sich für meine Arbeit interessiert haben», meint Selina Andermatt, die es in Erwägung zieht in Zukunft selbst in einer Jungpartei aktiv zu werden.

Politische Bildung an der Schule stärker fördern

In einem letzten Schritt hat sich die Schülerin Gedanken gemacht, wie Jugendliche weiter mit einbezogen werden können und an die Politik herangeführt werden. «Wichtig wäre meiner Meinung nach, dass politische Bildung an der Schule mehr gefördert wird», so Selina Andermatt. «In diesem Zusammenhang könnten auch Podiumsdiskussionen zu aktuellen politischen Themen mit Lokalpolitikern stattfinden.» Auch könnten Blockanlässe zur politischen Bildung und Staatskunde stattfinden. «Schnittstellen zwischen Politikern und Jugendlichen zu schaffen erscheint mir bedeutend, sodass die Jugendlichen so auch vermehrt wählen und abstimmen. Viele Jugendliche scheuen davor zurück, weil sie das Gefühl haben, nicht beachtet zu werden», berichtet Selina Andermatt.

Ihrer Maturaarbeit hat sich die Schülerin mit grossem Engagement gewidmet. «Die erste grosse schriftliche Arbeit ist eine Herausforderung, aber mein Interesse an dem Thema war riesig, weshalb ich stets motiviert daran gearbeitet habe», verrät die Maturandin.

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