ZUG: Zuger Regierung beendet Bus-Streit

Zwischen Zug und Cham soll der Bus bald auf einer neuen Route fahren. Das passt nicht allen.

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An der Haltestelle Rankhof soll ab 2014 kein Bus mehr anhalten. (Bild: Dominik Hodel / Neue ZZ)

An der Haltestelle Rankhof soll ab 2014 kein Bus mehr anhalten. (Bild: Dominik Hodel / Neue ZZ)

Ab dem Fahrplanwechsel 2014 plant der Kanton eine neue Verkehrsführung für die Linie 4 (Inwil–Zug–Cham). Sie verkehrt heute zwischen den Knoten Chamer-/Steinhauserstrasse und Alpenblick auf der Chamerstrasse. In drei Jahren soll sie jedoch über die aufstrebende Industrieregion Sumpf im Grenzgebiet zwischen Cham und Steinhausen umgeleitet werden. Dafür will der Kanton im Sumpf für knapp 31 Millionen Franken ein eigenes Bustrassee bauen.

Anwohner der Bushaltestellen hatten Unterschriften für den Erhalt der ZVB-Haltestellen Rankhof und Kollermühle gesammelt. Der Zuger Regierungsrat lehnt nun diese Petition des betroffenen Quartiers ab, wie er in einer Mitteilung schreibt. In seiner Antwort vertritt der Regierungsrat die Auffassung, dass das Gebiet Rankhof auch nach der Linienverlegung über eine gute Erschliessungsqualität im öffentlichen Verkehr verfügen werde. Weiter weist er darauf hin, dass Parallelerschliessungen nicht effizient seien und die finanziellen Mittel gezielt eingesetzt werden müssten. Er weist darauf hin, dass die Buslinie 4 in den vergangenen Jahren zwischen Cham und Zug permanent rückläufige Frequenzen zu verzeichnen hat. Er erwartet, dass mit der Verlegung der Buslinie auf das neue Trassee durch die Lorzenebene eine grössere Nachfrage erzielt werden kann, als dies gegenwärtig mit der heutigen Linienführung parallel zur S1 der Fall ist.

Nach Auffassung des Regierungsrats bleibt das Gebiet Rankhof auch nach der Verlegung der Buslinie 4 durch den öffentlichen Verkehr sehr gut erschlossen. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Stadtbahnhaltestelle Chollermüli sowie auf die Bushaltestelle Rank an der Steinhauserstrasse, die nach der Linienumlegung von zwei Buslinien bedient werden wird. Nach dem neuen Erschliessungskonzept, das übrigens auch vom Stadtrat von Zug unterstützt wird, ergibt sich für die Bewohner des Gebiets Rankhof gegenüber heute eine um rund 150 Meter grössere Fusswegdistanz zur nächsten Bushaltestelle. Diese Distanz entspricht nach den Einschätzungen des Regierungsrats einem Erschliessungsradius, der im kantonalen Querschnitt - selbst innerhalb der Agglomeration Zug - nicht unüblich sei. Ab der Bushaltestelle Rank wird zudem das Zentrum der Stadt Zug mit den Bussen der Linie 6 weiter-hin umsteigefrei erreichbar bleiben.

pd/rem