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ZUG: Zuger Stadtmodell soll jederzeit einsehbar sein

Das Bauforum fordert, dass jedermann zu jeder Zeit das Zuger Stadtmodell besichtigen kann. Das schaffe mehr Transparenz in der Öffentlichkeit, wenn es um die Stadtentwicklung geht.
Andreas Faessler
Das eindrückliche Modell der Stadt Zug im Massstab 1:500 soll am neuen Standort für die Öffentlichkeit ­jederzeit zu besichtigen sein. (Bild: Reinhard Zimmermann/PD)

Das eindrückliche Modell der Stadt Zug im Massstab 1:500 soll am neuen Standort für die Öffentlichkeit ­jederzeit zu besichtigen sein. (Bild: Reinhard Zimmermann/PD)

Viele Städte verfügen über ein dreidimensionales sogenanntes Stadtmodell. Mancherorts sind sie im öffentlichen Raum aufgestellt – sei es unter freiem Himmel oder in einem öffentlichen Gebäude –, andernorts sind sie nur eingeschränkt zugänglich.

Auch Zug besitzt ein eindrückliches Modell – im Massstab 1:500. Dieses besteht aus Holz und ist modular, das heisst, es kann stets der aktuellen Situation angepasst, verändert oder erweitert werden. Derzeit befindet sich das Zuger Stadtmodell im Haus Zentrum an der Zeughausgasse und kommt hauptsächlich dann zum Einsatz, wenn die Stadtbildkommission oder Wettbewerbsjurys über Bauprojekte beraten.

Beim Bauforum Zug ist man der Meinung, dass sich diese Situation spätestens mit dem Umzug der Stadtverwaltung ins L&G-Gebäude ändern soll, wie das Forum nun mitteilt. Gewünscht ist, dass das Zuger Stadtmodell am neuen Ort für jedermann zu jeder Zeit während des Bürobetriebs zugänglich und einsehbar ist – im Idealfall solle sein Platz prominent im Eingangsbereich des neuen Stadtverwaltungssitzes sein.

Warum legt das Bauforum so grossen Wert auf die volle Einsicht des Modells für jedermann zu jeder Zeit? Es sei wichtig, dass neue Bauprojekte, städtebauliche Studien, Siegerprojekte nach Wettbewerben und andere bauliche Änderungen und Entwicklungen im Zuger Stadtbild frühzeitig an diesem Modell dargestellt würden, damit sich die Bevölkerung ein genaues Bild davon machen könne, was geplant ist. Somit liesse sich auf einfache Weise beurteilen, ob geplante Projekte in den bestehenden baulichen Kontext passen oder ob sie als Fremdkörper wirken, falls sie umgesetzt werden. Im Gegensatz zu Visualisierungen würden massstabgerecht ausgeführte 3D-Modelle stets die tatsächlichen Verhältnisse darstellen, argumentiert das Bauforum weiter. Es sei wichtig, dass eine Gesellschaft die Diskussion, wohin sie sich wie entwickeln wird, auf einer «angemessenen Flughöhe» und frühzeitig führe. Als Negativbeispiel führt das Bauforum den Bebauungsplan Unterfeld an. Da habe sich gezeigt, was geschehe, wenn die Fachleute zu lange unter sich «im stillen Kämmerlein» arbeiten. Dann hätten es solche Projekte viel schwerer in der öffentlichen Diskussion.

«Wir haben dieselbe Idee»

Der Stadtzuger Bauchef André Wicki teilt die Argumentation des Bauforums. «Die Stadt ist ein lebendiger Körper, der sich stets verändert. Das Volk ist die Stadt», sagt er. Somit sei es auch ganz im Sinne des Stadtrates, dass das Zuger Stadtmodell für die genannten Zwecke eingesetzt und der Bevölkerung gezeigt werde. «Man liegt nie falsch und kann nur gewinnen, wenn die Öffentlichkeit fest in städtebauliche Planungsprozesse miteinbezogen wird.» Insofern ist der Stadtrat ganz auf der Seite des Bauforums. Einzig bezüglich der Platzierung und somit der Zugänglichkeit will respektive kann André Wicki noch nichts Genaues sagen. «Der Umzug ins L&G-Gebäude ist noch immer mitten in der Planung. Wo im Haus wir Platz für das Stadtmodell finden werden, wissen wir noch nicht.» Zusammenfassend sagt Wicki: «Das Bauforum und der Stadtrat haben dieselbe Idee. Wie wir diese umsetzen, muss sich noch zeigen.»

Andreas Faessler

andreas.faessler@zugerzeitung.ch

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