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ZUG: Zugerberg Classic trotzt dem Regen

Die 21. Zugerberg Classic fand bei schlechtem Wetter statt. Trotzdem starteten 270 Läufer und Biker beim Rennen auf den Zugerberg.
Spannung herrschte beim Start der Biker gestern am Burgbachplatz. Julian Hodel, Sieger des Laufes auf den Zugerberg, überholte kurz vor dem Ziel den lange führenden Tino Hurni (Bild unten). (Bilder Patrick Hürlimann)

Spannung herrschte beim Start der Biker gestern am Burgbachplatz. Julian Hodel, Sieger des Laufes auf den Zugerberg, überholte kurz vor dem Ziel den lange führenden Tino Hurni (Bild unten). (Bilder Patrick Hürlimann)

Jan Heldstab

Ursprünglich wollte der Ehrenstarter der Zugerberg Classic, der Zuger Radprofi Martin Elmiger, zwischen dem Start und der Siegerehrung selber eine Trainingsfahrt einlegen. Doch bei diesen Bedingungen zog der 37-jährige Radprofi der Sportgruppe IAM einen Ruhetag ein und verfolgte das Rennen der Zugerberg Classic vom Start bis ins Ziel. So bewunderte er denn auch vom Streckenrand die zähen Sportlerinnen und Sportler, die bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt den Zuger Hausberg erklommen. «Es ist eindrücklich, wie viele gekommen sind. Vor allem, als der erste Läufer aus dem Nebel kam, war das schon ein toller Moment zum Zuschauen».

Taube Finger am Lenker

Dieser Eindruck von Elmiger kommt nicht von ungefähr. Die Läufer erklommen mit vollem Elan die Schlittelpiste via Schönegg. Der 20-jährige Julian Hodel aus Oberwil war der schnellste Gipfelstürmer und erreichte mit einer Zeit von 28:39 Minuten den Zielstrich auf dem Vordergeissboden. Schnellste Frau war Daniela Gassmann-Bahr aus Galgenen, die kurz nach einer halben Stunde eintraf (Rangliste im Internet).

Kamen die Läuferinnen und Läufer noch nahe an die früheren Bestzeiten heran, war dies für die Biker bei diesen Bedingungen schier unmöglich. Sebastian Ostertag kam mit den Bedingungen nicht zurecht und erreichte zum ersten Mal seit vier Jahren nicht als Erster ins Ziel. «Ich war nicht so fit in dieser Woche und konnte nicht ideal trainieren. Aber dass ich den Anschluss in einem technischen Abschnitt verloren habe, wurmt mich schon», so Ostertag leicht enttäuscht. Die Krone als schnellster Biker trägt nun Jeremias Marty aus Gettnau. «Die Finger waren nach der Hälfte des Rennens taub. Aber ich konnte das gut wegstecken und mein Rennen zu Ende fahren.» Glücklich war auch Milena Landtwing, welche als erste Dame auf dem Berg war. «Ich war gestern noch in Belgien an einem Rennen. Aber heute Morgen fühlte ich mich gut und entschied mich trotz dem schlechten Wetter für die Teilnahme.»

Aufwärmen in der Burgbachhalle

Dem schlechten Wetter geschuldet fanden das Fest und die Siegerehrung anschliessend im Burgbachsaal statt und nicht wie gewöhnlich auf dem Platz. So wärmten sich Sponsoren, Helfer und Betreuer gleichermassen bei einem warmen Kaffee die Hände. Auf lachende Gesichter traf man überall. «Es war toll, dass ich gleich zwei Helferposten zugeteilt bekam. So hatte ich während des Berglaufs und des Bikerennens etwas zu tun», so Arthur Dahinden. Voll des Lobes war auch Philipp Hofmann, der Marketing-Chef von Hauptsponsor ­V-Zug, der es sich nicht nehmen liess, den Sportlern auf dem Podest persönlich zu gratulieren. «Dieser familiäre Anlass macht richtig Freude, und es ehrt mich sehr, diesen regionalen Anlass unterstützen zu dürfen.»

Die widrigen Bedingungen sind für die Teilnehmenden der Zugerberg Classic nichts Neues. Nur einmal in den letzten fünf Jahren war die Witterung trocken. Die Teilnehmerzahl liess in diesem Jahr leicht nach und knackte die 300er-Marke nicht mehr wie im letzten Jahr. «Wir dürfen trotzdem sehr zufrieden sein», so Reto Bühler, der das Präsidium auf dieses Jahr übernommen hat (siehe Box). Auch bei den übrigen Zuschauern war die Stimmung locker und familiär, sodass sich noch manch aufgewärmter Besucher beim Verlassen des Saals wunderte, dass es draussen immer noch nass und garstig war. Ein schöneres Wetter wäre dem sympathischen Anlass für das nächste Jahr nur zu gönnen.

Ist alles gut gelaufen?

Interview mit Reto Bühler, Präsident der Zugerberg Classic

Reto Bühler, Ihre erste Zugerberg Classic als Präsident liegt hinter Ihnen. Ist alles gut gelaufen?
Reto Bühler:
Ja, ich bin sehr zufrieden. Alle sind heil auf den Berg und wieder runter gekommen. Das war für mich das Wichtigste. Besonders erfreut war ich über die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die trotz dem schlechten Wetter gestartet sind. Und auch die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die für einen gelungenen Wettkampf sorgten.
Die Organisation hat in diesem Jahr gewechselt.
Bühler:
Wir haben im Burgbachsaal eine Feedback Box aufgestellt, und ich bin gespannt, was zurückkommt. Ich kann mir aber vorstellen, dass wir die Zieleinfahrt im nächsten Jahr verändern, damit Biker und Läufer mehr Platz haben.
Die Teilnehmerzahlen gingen aber dieses Jahr leicht zurück.
Bühler:
Das Wetter im letzten Jahr war ja ähnlich, aber es war nicht ganz so kalt. Man vergisst leicht, dass im letzten Jahr auch das 20-Jahre-Jubiläum des Anlasses war. Deshalb würde ich den Erfolg des Anlasses nicht von den Teilnehmern abhängig machen. Im Gegenteil: ein grosses Dankeschön an alle Beteiligten, und ich freue mich auf nächstes Jahr.

Interview Jan Heldstab

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