ZUG: Zwei tote Frauen in Stadtzuger Penthouse

In einer Wohnung in der Stadt Zug wurden zwei tote Personen gefun­den - vermutlich Frauen. Die Todesursachen sind noch unklar. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus.

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In diesem Haus am Eschenring 12 in Zug wurden die Leichen gefun­den. (Bild: Archiv Werner Schelbert / Neue ZZ)

In diesem Haus am Eschenring 12 in Zug wurden die Leichen gefun­den. (Bild: Archiv Werner Schelbert / Neue ZZ)

Am Freitagmorgen wurde die Zuger Polizei zu einer Wohnung am Eschenring in der Stadt Zug gerufen. Wie die Polizei weiter mitteilte, verschafften sich die ausgerück­ten Polizisten Zugang zur Wohnung und stellten fest, dass es in den Räumlichkei­ten vorgängig gebrannt haben musste.

Die Wohnung war durch Russ stark beschädigt. In einem Zimmer fanden die Polizisten eine tote Person. Die aufgebotenen Spezialisten des kriminal­techni­schen Dienstes fanden in einem anderen Zimmer eine weitere tote Person.

Ein Wohnungsbrand und zwei tote Frauen
Die beiden Leichen konnten zunächst nicht identifiziert werden, vermutlich handle es sich bei den Todesopfern aber um zwei Frauen, sagte Joe Müller, Sprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, auf Anfrage.

Dadurch, dass es in der Wohnung gebrannt hat und sie durch den Russ sehr stark beschädigt wurde, sei die Situation sehr unübersichtlich, so Müller. Der Brand selber war offenbar von niemandem bemerkt worden.

Die Zuger Polizei und die Staatsanwaltschaft Zug gehen von einem Tötungsdelikt aus. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Unter anderem wurden der wissenschaftliche Dienst der Stadtpolizei Zürich und das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich beigezogen. Weitere Angaben über die Opfer und den genauen Tathergang machten die Behörden nicht.

kst/get/ap

Wer war die zweite Frau?
War es ein Beziehungsdrama oder Mord? «Eine der Toten war die Eigentümerin der Attika-Wohnung», sagt eine Hausbewohnerin im Eschenring 12. Sie habe sehr viel Geld gehabt und sei im Besitz zahlreicher Immobilien gewesen. «Das hat mir mein Zahnarzt erzählt, der seine Praxis in einem Haus hat, das der Toten gehört hat», so die Frau.

Zu den Quartiertreffen sei die Bewohnerin allerdings nie erschienen. Eine andere Frau teilt mit, dass die Tote zwischen 35 und 40 Jahre alt gewesen sei, blonde Haare getragen und einen Porsche gefahren habe. Andere Bewohner im Eschenring 12 sind «geschockt» angesichts der beiden Leichen im Haus. «Es geht sehr nervös zu, alle sind sehr aufgeregt, und viele Polizisten sind hier.» Wer die andere Tote gewesen war, darüber rätseln auch die Hausbewohner.

Wolfgang Holz

Mehr zum Thema lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.