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ZUG: Zwischen Tanzsaal und Pub

Unter dem Thema «Romantik im Tanz mit Volksmusik» wird in der Musikschule ein kommentiertes Konzert durchgeführt. Auf die Besucher warten dabei einige Gegensätze.
Vanessa Varisco
Helen Steinemann (links) und Regula Dodds haben das Publikum begeistert. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 21. Februar 2017))

Helen Steinemann (links) und Regula Dodds haben das Publikum begeistert. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 21. Februar 2017))

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

«Moszkowski war die Präsentation von schönen und eleganten Melodien wichtig», erklärt Lukas Näf. Er hat das Konzert am vergangenen Dienstagabend aus der traditionellen Reihe «Musik verstehen» der Musikschule Zug kommentiert. Mit seiner Ankündigung verspricht er nicht zu viel. Unglaublich weich und harmonisch sind die Melodien, die nach der Einführung ertönen, und sie dringen direkt zum Hörer durch. Das perfekte Zusammenspiel der Violinistinnen Helen Steinemann und Regula Dodds sowie deren Pianistin, Corina Solèr, verzaubert das Publikum sofort.

Die Komposition von Moritz Moszkowski zeichnet sich aus durch einige langsame, beinahe bedächtige Passagen und andere federleicht gewitzte Abschnitte. Auch tänzerische Elemente werden in der Melodie angedeutet, aber nur sehr fein. Der Fokus liege nämlich sehr stark auf der Eleganz, betont Näf. Das spürt das Publikum deutlich, viele unter ihnen geniessen mit geschlossenen Augen das musikalische Spektakel.

Anlässe haben Stammpublikum

Seit nunmehr zehn Jahren gibt es in der Musikschule Zug die kommentierte Konzertreihe, jedes Jahr findet sie unter einem anderen Motto statt. Dieses Jahr sind «Gegensätze» das Thema, weil Musik auch viel von Gegensätzen lebt. «Ziel dieser Reihe ist, dass die Musikschule der Bevölkerung etwas zurückgeben kann, denn fast alle unsere Musiklehrer sind professionelle Musiker, und der Eintritt zum Konzert ist frei», sagt Cyrill Schürch, stellvertretender Musikschulleiter und Organisator der Konzertreihe. Bis heute habe sich ein regelrechtes Stammpublikum bei den Anlässen etabliert. «Für die Besucher ist diese Reihe besonders spannend, weil es nicht nur herausragende Musik gibt, sondern auch einen Kommentar dazu, also beispielsweise zur Entstehung, zum Komponisten oder zur Form des Stücks», führt Schürch weiter aus.

Im zweiten Teil des Konzerts liegt der Fokus dann nicht mehr auf der Eleganz, sondern auf der keltischen Volkstümlichkeit. Vor dem geistigen Auge erscheint eine Moorlandschaft oder ein irisches Pub, wenn die beiden Violinistinnen die lebendigen Stücke mit irischem Flair zum Besten geben. Note für Note streichen die Bögen über die Saiten, teilweise so schnell, dass das Publikum fasziniert die Luft anhält. «Aleksey Igudesman, Komponist dieser Stücke, ist wahrlich ein Alleskönner, und seine Stücke bilden einen lockeren Kon­trast zur Eleganz der vorherigen Stücke», so Lukas Näf. Ganz begeistert ist das Publikum vom spektakulären Spiel der Violinistinnen. «Zum Schluss spielen wir noch eine Polka, damit Sie alle nach Hause tanzen können», kündigen sie an und vermögen das Publikum noch einmal mitzureissen.

Hinweis

Das nächste Konzert findet am Dienstag, 21. März, an der Musikschule Zug statt. Es steht unter dem Titel «Barock vs. staubfreie Crossovermusik» und rückt die Blockflöte in ein neues Licht.

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